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AFP EU genehmigt 50-Millionen-Notkredit an Quelle
von AFP
Dienstag 30. Juni 2009, 17:07 Uhr
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Die Europäische Union hat den Notkredit an genehmigt. Die Millionen-Hilfe von Bund und Ländern an den insolventen Versandhändler erfülle die Anforderungen der EU-Leitlinien für Rettungsbeihilfen, erklärte die Europäische Kommission. Mit dem Staatskredit will das Versandhaus in den kommenden Monaten sein Überleben sichern. Nun könnten die Winterwaren eingekauft und der Katalog endgültig ausgeliefert werden, erklärte ein Quelle-Sprecher in Fürth. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte, Quelle sei durch den Kredit "mitnichten gerettet".
Bund und Länder hatten
sich am späten Montagabend auf die Vergabe eines Kredits über 50 Millionen Euro an Quelle geeinigt. Der Bund übernimmt 25 Millionen Euro, Bayern 21 Millionen Euro, weitere vier Millionen Euro trägt Sachsen. Das Darlehen läuft gemäß der Vereinbarung bis Jahresende.
Der Quelle-Sprecher sagte, nun werde das Geschäft wieder "voll auf Fahrt" gebracht. Die Winterware werde eingekauft und eingelagert, um voll lieferfähig zu sein. Auch sollten binnen zwei Wochen sämtliche acht Millionen Kataloge verschickt werden. Das Geschäft im Onlinehandel laufe parallel weiter.
Bundeswirtschaftsminister Guttenberg sagte im ZDF, Quelle sei durch den Kredit "mitnichten gerettet". Das Unternehmen habe lediglich eine "faire Chance" bis zum Jahresende bekommen. Der Kredit könne auch für eine geordnete Insolvenz dienen, an deren Ende der Versandhändler abgewickelt werden könnte.
Zugleich verteidigte Guttenberg den Notkredit. Quelle habe das Darlehen nur bekommen, weil sicher sei, "dass die Mittel auch zurückfließen", sagte Guttenberg. Dies sei nun gesichert, weil es sich bei dem Darlehen um einen sogenannten Massekredit handle, der im Falle einer Pleite aus der Insolvenzmasse vorrangig zurückgezahlt werden muss. Eine solche Sicherheit habe es zuvor nicht gegeben, weshalb der Bund zunächst eine Bürgschaft abgelehnt habe.
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