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Fürth (dpa) - Nach der Bewilligung des dringend benötigten Notkredits und dem Ausnahmezustand der vergangenen Tage kehrt beim insolventen Versandhändler Quelle etwas Ruhe ein. «Das operative Geschäft muss jetzt wieder im Mittelpunkt stehen», sagte Pressesprecher Manfred Gawlas am Mittwoch in Fürth. Bei Quelle herrsche nun «business as usual» - hingegen hätten sich während des tagelangen Tauziehens um den Kredit in Höhe von 50 Millionen Euro viele der 8000 Beschäftigten nicht mehr auf ihre Arbeit konzentrieren können. Bund und Länder hatten sich am Montag
auf die Nothilfe verständigt, am Dienstag kam das Okay der Europäischen Union. Bayern steuert rund 20 Millionen Euro, Sachsen über vier Millionen Euro und der Bund die restlichen 25 Millionen Euro zum Kredit bei. Die Erleichterung sei groß, sagte Gawlas. Wann das bewilligte Geld auf den Konten von Quelle eintreffen werde, wisse er nicht. «Das ist nachrangig», betonte Gawlas. «Das Geld wird fließen, alle Geschäftspartner wissen das jetzt und haben die Sicherheit, dass sie ihre Leistungen zur Verfügung stellen können und dafür ihre vertragliche vereinbarte Gegenleistung bekommen.» Die Essener Valovis Bank hatte angekündigt, ihre unterbrochenen Geschäftsbeziehungen mit Quelle «so schnell wie möglich» wieder aufzunehmen. Quelle werde nun gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg einen Plan für die Fortsetzungsprognose erarbeiten, berichtete Gawlas. Im Fokus stünden zunächst einmal der Ausbau der Marketingaktivitäten und die Aktualisierung des Internetangebots. Der Versandhändler, der einen zunehmend größeren Anteil des Geschäfts online abwickelt, musste zuletzt einen Umsatzrückgang um bis zu 30 Prozent verkraften. Weil es sein letztes Geld kurz vor der Insolvenz an den Mutterkonzern Arcandor überweisen musste, hatte das Unternehmen seine Lieferanten nicht bezahlen können und war darauf angewiesen, dass diese im Vertrauen auf Staatshilfe in Vorleistung gehen.
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