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Vetschauer Storchenküken starben an Schimmelpilzinfektion
Mittwoch 1. Juli 2009, 14:07 Uhr

 

Vetschau (ddp-lbg) Die im Internethorst in Vetschau tot aufgefunden Storchenküken fielen einer Schimmelpilzinfektion zum Opfer. Das geht aus einer Untersuchung der toten Tiere an der Freien Universität Berlin hervor, wie ein Sprecher des NABU-Kreisverbandes Calau am Mittwoch mitteilte. Den Angaben zufolge ziehen sich die Störche die Infektion mit dem Eintragen von Nistmaterial in den Horst zu.

Nicht nur das Storchennest Vetschau sei von der Schimmelpilzinfektion betroffen, hieß es weiter Untersuchungen hätten ergeben, dass noch weitere Horste in der Niederlausitz Kükenverluste zu verzeichnen hätten, die auf die Infektion zurückzuführen
sei. Handlungsmöglichkeiten gebe es nur wenige, da Schimmelpilze überall in der Natur vorkämen, betonte der NABU-Sprecher. Entscheidend für den Ausbruch der Krankheit seien die Höhe der Konzentration und der Pilzstamm.

Zuvor hatte die Naturschutzorganisation mitgeteilt, dass in diesem Jahr nicht mehr mit Storchennachwuchs im Vetschauer Horst zu rechnen sei Das Verhalten der Altstörche Cico und Luna lasse darauf schließen, dass es keinen weiteren Nachwuchs gebe. Sie fütterten nicht und verließen zudem zeitweise den Horst. Den Brutplatz würden die Störche nun gegen Fremdstörche verteidigen. Zudem hätten die beiden sich ein sogenanntes Spielnest gebaut, das der Paarbindung und dem Erhalt des Nestbaubetriebes diene. Der Zeitpunkt dafür sei allerdings früh und wahrscheinlich auf den Verlust der Jungen zurückzuführen, betonte der Sprecher.

(ddp)

 

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