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Berlin (ddp-bln) Mit der Einführung der Taxi-Servicegebühr ist es
am Mittwoch am Flughafen Berlin-Tegel zu Wartezeiten an den
Taxiständen gekommen. Bereits am Morgen hätten sich wegen eines
Mangels an Taxen «längere Schlangen» von Fluggästen gebildet, sagte
Flughafensprecher Eberhard Elie auf ddp-Anfrage. Einige der Reisenden
seien zwar «irritiert gewesen», zu Tumulten sei es aber nicht
gekommen. Auch Blockaden der Zufahrten durch die Fahrer habe es nicht
gegeben.
Elie sprach von einem «schwierigen Anfang», auch wenn sich die
Lage gegen Mittag schon wieder weitgehend normalisiert habe Er
rechnet damit, dass es auch in den kommenden
Tagen immer wieder
Probleme geben wird. «Es bleibt aber dabei, dass wir die neue
Taxenordnung natürlich durchsetzen werden», sagte er. Dafür sollen
Kontrolleure an den Taxiständen sorgen.
Seit Mittwoch erhalten nur noch mit einem speziellen Gerät - einem
sogenannten Transponder - versehene Taxen Zufahrt zum Flughafen Den
bekommt nur, wer sich mit den neuen Bedingungen, zu denen auch die
50-Cent-Servicegebühr gehört, einverstanden erklärt. Die Gebühr soll
der Verbesserung des Taxi-Services am Flughafen dienen. Sie wird auf
die Fahrgäste umgelegt.
520 Taxifahrer sollen Elie zufolge bereits einen Transponder
besitzen Der Berliner Landeschef des Verbandes Taxi Deutschland,
Stephan Berndt, sprach von rund 300. Taxi Deutschland hatte gegen die
neue Regelung vehement protestiert.
Während Elie die Probleme am ersten Tag vor allem mit der
Modemesse Bread & Butter begründete, die viele Taxen in der Stadt
gebunden habe, sieht Berndt sie als Zeichen des Protests der
Taxifahrer «Wir hoffen, dass wir diesen Zustand noch die ganze Woche
aufrecht erhalten können», sagte er. Dann läuft Berndt zufolge die
Schonfrist für die drei beim Verwaltungsgericht anhängigen Klagen von
Taxi-Unternehmen aus, mit denen diese das neue System erst einmal auf
Eis legen wollen.
(ddp)
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