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Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Gewinne erwartet
Mittwoch 1. Juli 2009, 08:14 Uhr

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach Verlusten am Vortag und positiven Impulsen aus den USA dürfte der DAX (Xetra: Nachrichten) am Mittwoch im Plus starten. Der X-DAX, der auf Basis des DAX-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex anzeigt, notierte kurz nach 8.00 Uhr bei 4.836 Punkten und damit 0,56 Prozent über dem Xetra-Schluss am Dienstag.

Erneut dürfte es ruhig bleiben auf der Unternehmensseite, erwartet werden nur am Nachmittag die monatlichen US-Absatzzahlen der Autohersteller. Zudem könnten dann auch Konjunkturdaten aus den USA den Handel etwas beleben, denn um 16.00
Uhr MESZ wird der zu den wichtigsten Indikatoren der Wirtschaftsentwicklung zählende Einkaufsmanagerindex ISM für das Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Später stehen zudem noch Daten über bevorstehende Hausverkäufe auf der Agenda.

Positive Nachrichten gibt es zu E.ON und ThyssenKrupp . Mit Blick auf den Stahlhersteller ThyssenKrupp verwies ein Börsianer auf mehrere Presseberichte, denen zufolge der Industriekonzern die Stahlpreise erhöhen konnte und zudem kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen mit dem Rohstoffkonzern Vale wegen des Brasilienprojekts steht. Preisanhebungen bei den jüngsten Abschlüssen zeigen nach Einschätzung des ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) -Chefs Ekkehard Schulz, dass die Abwärtsbewegung im Stahlmarkt dem Ende entgegengeht, schrieb die "Financial Times Deutschland". Die Verhandlungen mit Vale über die Aufstockung des Anteils der Brasilianer von 10 auf 30 Prozent würden bis Anfang September voraussichtlich abgeschlossen. "Die Nachricht über Stahlpreiserhöhungen dürfte die Aktie stützen, auch wenn das Ausmaß offen bleibt", sagte der Börsianer. Die Aktie zeigte sich schon vorbörslich sehr fest.

Die Aktien von E.ON könnten positiv auf Aussagen des Vorstandschefs Wulf Bernotat zur Geschäftsentwicklung des Versorgers reagieren. In einem Interview mit der "Financial Times" sagte der CEO, dass E.ONs Märkte voraussichtlich ihren Tiefpunkt im zweiten Quartal erreicht hätten. Zudem rechnet er im nächsten Quartal wieder mit einer steigenden Nachfrage nach Energie. Ein Händler sagte dazu: "Das dürfte leicht positiv wirken." Die Aktie sei zudem gut unterstützt bei 25 Euro und falls diese Unterstützung nicht halte, seien 24 Euro das nächste Ziel. "Allerdings schwebt noch das Damokles-Schwert einer hohen Strafe durch die EU-Kommission in der kommenden Woche über E.ON."

Im Tauziehen um die EU-Genehmigung für die Übernahme der Austrian Airlines Group (AUA) durch die Lufthansa (Xetra: 823212 - Nachrichten) sind laut Medienberichten die Telefone heiß gelaufen. Konkret soll es bei den Interventionen aus Wien und Berlin bis zuletzt um die Frage der Abgabe von Flug- und Streckenrechten gegangen sein. Die Forderungen der EU-Kommission würden einer 20-prozentigen Schrumpfung des Geschäfts der Fluggesellschaft im Vergleich zum Jahr 2008 gleich kommen, schreiben "Der Standard" und "Österreich" in ihren Mittwochausgaben. Die Lufthansa wolle aber maximal 15 Prozent akzeptieren. "Die Lufthansa hat schon gesagt, dass sie die Transaktion abblasen könnte, falls die Zustimmungsbedingungen zu drastisch ausfallen sollten", gab ein Händler zu bedenken.

Das SDAX-Unternehmen Constantin Medien dürfte nach einer Gewinnwarnung unter Druck geraten. Einbrüche im Werbemarkt, Restrukturierungskosten und außerordentliche Aufwendungen dürften im laufenden Geschäftsjahr zu Abweichungen bei den operativen Ergebniszielen führen, hatte das Medienunternehmen am Vorabend gewarnt./ck/gl

 

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