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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienindex DAX hat am Mittwoch zugelegt und bis zum Nachmittag seine Vortagesverluste nahezu wettgemacht. Er stieg im umsatzschwachen Handel um 1,22 Prozent auf 4.867,35 Punkte, nachdem er am Dienstag rund 1,6 Prozent eingebüßt hatte. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte um 1,66 Prozent auf 5.849,76 Zähler zu. Der TecDAX rückte um 0,96 Prozent auf 632,92 Punkte vor.
Den kräftigsten Kurssprung nach oben verzeichneten die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) -Titel mit plus 14,67 Prozent
auf 5,080 Euro. Händler verwiesen auf mehrere Gründe, zuletzt habe das Gerücht über einen bevorstehenden Rücktritt von Konzernchef (CEO) Martin Blessing für Aufregung gesorgt. Einige Händler bezeichneten eine solche Spekulation jedoch als "Schwachsinn". Die Commerzbank wollte diese Spekulation nicht kommentieren. Auch ein Analystenkommentar stützte die Titel. Die Experten von Morgan Stanley (NYSE: MS - Nachrichten) billigten dem Titel im Falle der Einführung einer sogenannten "Bad Bank" deutliches Aufwärtspotenzial zu. Sollte die deutsche Regierung im Laufe der Woche die Gründung einer Bad Bank beschließen, könnte dies wegen des Transfers von Risiken auf eine solche Bank "signifikanten Einfluss auf die Aktien der Commerzbank und der Postbank" haben, so Morgan-Stanley (Berlin: SYC.BE - Nachrichten) -Analyst Ronny Rehn. Die Aktien der Postbank gewannen 5,69 Prozent auf 19,14 Euro.Die Aktien von ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) gewannen 2,20 Prozent auf 18,08 Euro. Der Stahl- und Industriegüterkonzern hob erstmals seit Herbst 2008 seine Stahlpreise wieder an. Wie Unternehmenschef Ekkehard Schulz zudem zu Journalisten sagte, habe sich die Auslastung der Werke wieder verbessert. Zugleich kündigte er eine Lösung für das Krisenprojekt des Konzerns in Brasilien an. E.ON legten unterdurchschnittliche 0,71 Prozent auf 25,40 Euro zu. Positiven Aussagen des E.ON-Vorstandschefs Wulf Bernotat zur Geschäftsentwicklung standen einem "Handelsblatt"-Bericht über ein mögliches Bußgeld in Höhe von bis zu einer halben Milliarde Euro wegen Preisabsprachen entgegen. "Das wäre dann eine der höchsten Strafen, die die EU-Kommission jemals gegen ein Unternehmen verhängt hätte", sagte Analyst Theo Kitz von Merck Finck. Zwar sei es wahrscheinlich, dass E.ON dagegen vorgehen werde, sollte sie in der kommenden Woche verhängt werden, doch erst einmal müsse die Strafe gezahlt werden. Die Titel des Autobauers BMW stiegen um 1,99 Prozent auf 27,375 Euro. Unternehmenskreisen zufolge ist es BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) im Juni auf dem deutschen Markt wieder gelungen, den Absatz zu steigern. Sowohl die Kernmarke BMW als auch die Kleinwagenmarke Mini lägen über den Vorjahreswerten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa. Im MDAX profitierten die Aktien von Celesio (Xetra: CLS100 - Nachrichten) vom Einstieg des Pharmagroßhändlers in den schwedischen Apothekenmarkt. Sie legten um 5,63 Prozent auf 17,27 Euro zu. Nachdem das Apotheken-Monopol in Schweden ab sofort aufgehoben sei, würden - sobald die schwedische Pharma-Regulierungsbehörde zustimmt - die ersten Celesio-Apotheken eröffnen, teilte das Unternehmen mit. Premiere , die in Kürze unter dem Namen Sky firmieren werden, reagierten mit plus 4,17 Prozent auf 3,00 Euro positiv auf eine Kurszielanhebung durch JPMorgan. Analyst Mark O'Donnell hob das Ziel um knapp 42 Prozent von 3,10 auf 4,40 Euro an und bestätigte seine Einstufung mit "Overweight". Aufgrund der starken Zahlen für das erste Geschäftsquartal, neuer Strukturen bei den Programmpaketen sowie seiner Analyse für die jeweiligen Preise des Triple Play-Angebots (Bundesliga, DFB-Pokal, UEFA Champions League) in Deutschland, habe er seine Prognosen für die Abonnentenzahlen 2010/11 angehoben und rechne nun mit geringeren Jahresverlusten als bisher, schrieb der Experte. Die Anteilsscheine von Wincor Nixdorf (Xetra: A0CAYB - Nachrichten) litten indes mit minus 3,31 Prozent auf 38,56 Euro unter "leicht negativ" eingestufen Aussagen von Vorstandschef Eckard Heidloff. In einem Interview mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX hatte Heidloff gesagt, dass er sich im zweiten Halbjahr unverändert auf ein "sehr schwieriges Geschäft" einstelle. Er sei pessimistischer geworden, auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus./ck/sf --- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---
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