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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Deutliche Gewinne - Commerzbank Favorit
Mittwoch 1. Juli 2009, 09:44 Uhr

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach Verlusten am Vortag und positiven Impulsen aus den USA ist der DAX (Xetra: Nachrichten) am Mittwoch mit Gewinnen gestartet. Der deutsche Leitindex stieg im Vormittagshandel um 1,60 Prozent auf 4.885,81 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte legte um 1,81 Prozent auf 5.858,24 Zähler zu. Der TecDAX rückte um 1,23 Prozent auf 634,73 Punkte vor. In den USA hatte es zwar Verluste gegeben, nachdem sich das Verbrauchervertrauen unerwartet eingetrübt hatte, doch konnten sie gegen Handelsende etwas eingedämmt werden. Zudem legte der Future auf den US-Leitindex Dow
Jones seit dem Xetra-Schluss deutlich zu.

Unterdessen profitierten die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) -Titel an der DAX-Spitze mit plus 6,32 Prozent auf 4,710 Euro davon, dass sich der Bund laut "Handelsblatt" (Mittwoch) auch auf Bitten des Großaktionäres Generali <G.AFF> nicht in die Geschäftspolitik der Bank einmischen will. Einen entsprechenden Hilferuf der Italiener habe das Finanzministerium bereits schriftlich abgelehnt, hieß es.

Die Aktien von ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) gewannen 3,11 Prozent auf 18,24 Euro. Der Stahl- und Industriegüterkonzern hat erstmals seit Herbst 2008 seine Stahlpreise wieder angehoben. Wie Unternehmenschef Ekkehard Schulz zudem zu Journalisten sagte, habe sich die Auslastung der Werke wieder verbessert. Zugleich kündigte er eine Lösung für das Krisenprojekt des Konzerns in Brasilien an. Der Rohstoffkonzern Vale wolle seine Beteiligung an dem gemeinsamen Stahlwerk von 10 auf 30 Prozent erhöhen.

Positive Aussagen des E.ON-Vorstandschefs Wulf Bernotat zur Geschäftsentwicklung ließen die Anteilsscheine des Versorgers um 1,39 Prozent auf 25,57 Euro steigen. Bernotat hatte der "Financial Times" gesagt, dass E.ONs Märkte voraussichtlich ihren Tiefpunkt im zweiten Quartal erreicht hätten. Zudem rechne er im nächsten Quartal wieder mit einer steigenden Nachfrage nach Energie.

Die Anteilsscheine der Lufthansa (Xetra: 823212 - Nachrichten) rückten um 0,90 Prozent auf 9,010 Euro vor. Im Tauziehen um die EU-Genehmigung für die Übernahme der Austrian Airlines Group (AUA) durch die größte deutsche Fluggesellschaft sind laut Medienberichten die Telefone heiß gelaufen. Konkret soll es bei den Interventionen aus Wien und Berlin bis zuletzt um die Frage der Abgabe von Flug- und Streckenrechten gegangen sein. Die Forderungen der EU-Kommission würden einer 20-prozentigen Schrumpfung des Geschäfts der AUA im Vergleich zum Jahr 2008 gleich kommen, schreiben "Der Standard" und "Österreich" in ihren Mittwochausgaben. Die Lufthansa wolle aber maximal 15 Prozent akzeptieren. Ein Händler sagte dazu: "Die Lufthansa hat schon gesagt, dass sie die Transaktion abblasen könnte, falls die Zustimmungsbedingungen zu drastisch ausfallen sollten."

Der Düsseldorfer Glasproduzent Gerresheimer hat seine Sparte für technische Kunststoffe für insgesamt 12 Millionen Euro verkauft. "Eine gute Neuigkeit", wertete equinet-Analyst Edouard Aubery in einer ersten Reaktion. Gerresheimer (Xetra: A0LD6E - Nachrichten) setze damit die Fokussierung auf die Kernbereiche Pharma & Life-Science fort. Die Anleger sahen dies ebenso: Die Aktie gewann 2,97 Prozent auf 16,28 Euro.

Premiere reagierten mit plus 3,12 Prozent auf 2,97 Euro positiv auf eine Kurszielanhebung durch JPMorgan. Analyst Mark O'Donnell hob das Ziel um knapp 42 Prozent von 3,10 auf 4,40 Euro an und bestätigte seine Einstufung mit "Overweight". Trotz des harten Wettbewerbs sei das Unternehmen auf dem besten Wege zu einer Trendwende, schrieb er./ck/gl

 

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