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AFP Geringer Tankstellen-Wettbewerb treibt Preise offenbar hoch
von AFP
Donnerstag 2. Juli 2009, 15:39 Uhr
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Autofahrer müssen in Deutschland wegen des geringen Wettbewerbs unter den Tankstellen zu Beginn der Ferienzeit regelmäßig höhere Benzinpreise zahlen. Da der Tankstellenmarkt von nur wenigen Ölkonzernen kontrolliert werde, hätten sich im "Laufe der Zeit Preissetzungsmuster herausgebildet, wie etwa höhere Preise zu Beginn der Reisezeit", erklärte das Bundeskartellamt in Bonn. Jedoch gebe es kaum Anhaltspunkte für Preisabsprachen unter den Gesellschaften.
Da es nur wenige Anbieter am Markt gebe und die Höhe der Preise etwa über die Preistafeln an den Tankstellen klar ersichtlich sei,
gebe es für die Konzerne keine Notwendigkeit zu Absprachen. Das Kartellamt bestätigte in ihrem Zwischenbericht zur Untersuchung des Tankstellenmarktes vorläufige Ergebnisse aus den vergangenen Wochen. In Einzelfällen habe es jedoch durchaus Preisabsprachen unter Tankstellen gegeben, teilten die Kartellwächter mit. Es seien Fälle bekannt geworden, "in denen Pächter verschiedener Gesellschaften sich untereinander per Telefon über eigene Preisveränderungen informiert haben". Die Kartellbehörde wolle dies zum Anlass nehmen, "den Mineralölgesellschaften die Grenzen zwischen zulässiger Preisbeobachtung der Konkurrenz und kartellrechtlich verbotenem Informationsaustausch aufzuzeigen". Das Bundeskartellamt hatte bereits kürzlich mitgeteilt, dass die Konzernstrukturen auf dem Mineralölmarkt kaum Wettbewerb zuließen.
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