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Dow geht mit deutlichen Verlusten aus Handelswoche von handelsblatt.com
Donnerstag 2. Juli 2009, 23:06 Uhr

 

Die US-Börsen haben sich mit deutlichen Verlusten ins verlängerte Wochenende verabschiedet. Wegen schlechter Daten vom Arbeitsmarkt brachen alle drei großen Indizes um mehr als 2,5 Prozent ein. Besonders die Papiere von Exxon, Marriott, Gap, IBM und Apple gerieten unter Druck. Wegen technischer Probleme wurde der Handel am Donnerstag verlängert.

HB NEW YORK. Schlechte Nachrichten vom Arbeitsmarkt versetzten den Konjunkturhoffnungen der Anleger einen Dämpfer. Die drei großen Indizes brachen um jeweils mehr als zweieinhalb Prozent ein. Die unerwartet drastische Verschärfung der Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt drückte so sehr auf die Stimmung an der Wall Street, dass auch der verbesserte Auftragseingang in der US-Industrie keine Erleichterung bringen konnte. Im Sog des billigeren Rohöls gerieten Energiewerte wie Exxon unter Druck. Die Anleger trennten sich aber auch von der Hotelkette Marriott, dem Modekonzern Gap sowie den Technologieriesen IBM und Apple (NASDAQ: AAPL - Nachrichten)
. Wegen technischer Probleme verlängerte die New York Stock Exchange den Handel um eine Viertelstunde.

Entwicklung der Dow-Jones-Werte seit 1997

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 8503 und einem Tief von 8230 Punkten. Er ging mit einem Minus von 2,7 Prozent bei 8280 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,9 Prozent auf 896 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,7 Prozent auf 1796 Stellen. Auf Wochensicht verlor der Dow 1,7, der S&P 1,9 und die Nasdaq (NASDAQ: Nachrichten) 2,3 Prozent. Am Freitag bleiben die US-Finanzmärkte vor dem Unabhängigkeitstag am Samstag geschlossen. Am Donnerstag gab der Dax (Xetra: Nachrichten) in Frankfurt 3,8 Prozent auf 4718 Punkte nach. Grund war auch hier die verschärfte Krise am US-Arbeitsmarkt.

Im Juni fielen in den USA fast eine halbe Million Arbeitsplätze weg und damit 100 000 mehr als von Analysten erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,5 von 9,4 Prozent - den höchsten Stand seit August 1983. "Der Arbeitsmarkt steht im Mittelpunkt", sagte Kevin Caron von Stifel Nicolaus & Co. "Und die Tatsache, dass die Zahlen unerwartet schlecht ausfallen, ist Grund genug für einen Ausverkauf." Hinter dem Anstieg des S&P der vergangenen Monate stünden schließlich Optimisten, die einen steilen Erholungskurs vorhersagten. Diese Prognose sei jetzt aber kaum noch zu rechtfertigen.

Börsen-Wissen: Das Einmaleins der Charttechnik

Besonders unter Druck gerieten am Donnerstag Energiewerte wie Exxon Mobil (NYSE: XOM - Nachrichten) und Chevron (NYSE: CVX - Nachrichten) , denen der Preisverfall beim Ölpreis zusetzte. Exxon büßte 2,9 Prozent, Chevron 3,2 Prozent ein. Das Barrel Rohöl verbilligte sich nicht zuletzt angesichts des stärkeren Dollars um fast drei Dollar und kostete weniger als 67 Dollar. Auch von Aktien des Aluminiumproduzenten Alcoa trennten sich die Anleger; der Kurs gab 4,7 Prozent nach auf 9,86 Dollar.

Papiere von Marriott International verloren 3,7 Prozent, Gap-Anteilsscheine büßten 4,1 Prozent ein und Aktien des Kaufhausbetreibers Macy's sogar 6,3 Prozent. IBM (NYSE: IBM - Nachrichten) -Papiere lagen fast drei Prozent im Minus bei 101,73 Dollar und lasteten schwer auf dem Dow. Apple machte mit einem Minus von knapp zwei Prozent auf 140,02 Dollar der Nasdaq zu schaffen.

Vor dem verlängerten Wochenende zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli blieb der Handel dünn: An der New York Stock Exchange wechselten rund 734 Mio. Aktien den Besitzer. 562 Werte legten zu, 2404 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von gut 1,9 Mrd. Aktien 447 Titel im Plus, 2214 im Minus und 98 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 96-28/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 3,50 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 98-22/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,33 Prozent.

Die größeren lateinamerikanischen Börsen verbuchten am Donnerstag ebenfalls Verluste. Im brasilianischen Sao Paulo sank der Aktien-Index Bovespa um 518,84 Zähler (1,01) Prozent) auf 51 024,94 Punkte. Auch beim Merval-Index in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires gab es einen Abschlag. Er schloss nach einem kräftigen Minus von 48,17 Zählern (2,99 Prozent) bei 1561,94 Punkten. Der IPC-Index in Mexiko-Stadt gab um 472,55 Zähler oder 1,93 Prozent auf 24 051,46 Punkte nach.

 

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