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Frankfurt/Main (ddp) Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten
für behinderte Menschen beklagt einen Rückgang der Aufträge wegen der
Wirtschaftskrise Vor allem die Werkstätten, die viel für die
Automobilindustrie und deren Zulieferer tätig seien, hätten in den
ersten Monaten dieses Jahres teilweise Auftrags- und Umsatzeinbrüche
von 30 Prozent verzeichnet, sagte der Vorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft, Günter Mosen, der Nachrichtenagentur ddp. Obwohl
die Aufträge fehlten, müssten die behinderten Menschen schließlich
trotzdem beschäftigt und bezahlt werden, fügte er hinzu.
Mosen forderte die öffentliche Hand und die Kostenträger
auf, mit
den Werkstätten ins Gespräch zu kommen, «um über eine Abfederung der
Umsatzeinbrüche» zu sprechen Er wolle «nicht jammern», doch sei die
Situation mancherorts «richtig bedrohlich» Bundesweit betreuen die
Werkstätten rund 270 000 behinderte Menschen. «Es wäre schlimm, wenn
diese Menschen keine Aufgaben mehr hätten», betonte Mosen. In diesem
Zusammenhang appellierte der Chef der Arbeitsgemeinschaft auch an die
Wirtschaft: «Wir sollten uns alle Gedanken machen, ob es nicht neue
Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Werkstätten gibt.»
Die rund 700 Werkstätten für behinderte Menschen haben eine
Beschäftigungspflicht Menschen, die wegen ihrer Behinderung keinen
Job auf dem allgemeinen ersten Arbeitsmarkt finden, haben einen
Rechtsanspruch auf Beschäftigung in Werkstätten «Wir haben also eine
Versorgungsverpflichtung», erläuterte Mosen. Damit dürfe die
öffentliche Hand die Kostenträger in der Krise nicht alleine lassen.
(ddp)
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