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Huber fordert eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft
Donnerstag 2. Juli 2009, 16:38 Uhr

 

Berlin (ddp) Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich für eine Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft ausgesprochen. Die Marktwirtschaft müsse sich insbesondere in Zeiten der Krise auf das gesellschaftliche Gemeinwohl verpflichten, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber am Donnerstag in Berlin. Huber rief die Menschen deshalb auf, umzudenken und Lehren aus der Krise zu ziehen: «Wir brauchen jetzt nicht nur einen Konjunkturaufschwung, sondern auch einen Werteaufschwung».

Schon jetzt seien viele Menschen wieder in alte Denkmuster verfallen und träumten von einem neuen Aufschwung mit hohen Renditezielen,
die nur bei einem hohen Anteil von riskanten Investitionen zu erreichen sein, kritisierte Huber Zugleich sinke der gesellschaftliche Wohlstand und viele Firmen sowie Beschäftigte liefen Gefahr, von der Krise mitgerissen zu werden.

Huber appellierte an Politiker und Verantwortliche in der Wirtschaft auf, weiter als bis zum nächsten Wahl- beziehungsweise zum nächsten Quartalstermin zu schauen Denn gerade der Mangel an Verantwortungsbewusstsein habe schließlich maßgeblich zur aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise beigetragen, sagte der EKD-Ratsvorsitzende.

(ddp)

 

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