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Thüringer Grüne fordern Öffnung der Standesämter für Homosexuelle
Donnerstag 2. Juli 2009, 13:47 Uhr

 

Erfurt (ddp-lth) Die Thüringer Grünen fordern die Öffnung der Standesämter für homosexuelle Lebenspartnerschaften. Der Freistaat und Baden-Württemberg seien die einzigen Bundesländer, in denen Schwule und Lesben nur beim Notar den Bund fürs Leben eingehen könnten, kritisierte Grünen-Landessprecherin Astrid Rothe-Beinlich am Donnerstag in Erfurt. Zuletzt hatte am Mittwoch der bayerische Landtag einstimmig beschlossen, dass Schwule und Lesben ab 1. August ihre Lebenspartnerschaften im Standesamt eintragen lassen können.

«Perspektivisch wollen wir eine Gleichstellung gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in allen Bereichen», sagte
Rothe-Beinlich Dies betreffe das Kindschaftsrecht, das Adoptions- und Sorgerecht, das Miet-, Erb-, Beamten- und Steuerrecht ebenso wie das Ausländerrecht.

Rothe-Beinlich warf der Landesregierung vor, sich ihrer Verantwortung zu entziehen Die Gleichbehandlung homosexueller Lebenspartnerschaften sei noch weit entfernt, obwohl in der Landesverfassung klar geregelt sei, dass niemand wegen seiner sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden dürfe. «Es fehlt am politischem Willen, Lebensrealitäten endlich anzuerkennen und Gleichstellung Wirklichkeit werden zu lassen», kritisierte die Grünen-Politikerin.

(ddp)

 

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