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Erfurt (ddp-lth) Die Thüringer Grünen fordern die Öffnung der
Standesämter für homosexuelle Lebenspartnerschaften. Der Freistaat
und Baden-Württemberg seien die einzigen Bundesländer, in denen
Schwule und Lesben nur beim Notar den Bund fürs Leben eingehen
könnten, kritisierte Grünen-Landessprecherin Astrid Rothe-Beinlich am
Donnerstag in Erfurt. Zuletzt hatte am Mittwoch der bayerische
Landtag einstimmig beschlossen, dass Schwule und Lesben ab 1. August
ihre Lebenspartnerschaften im Standesamt eintragen lassen können.
«Perspektivisch wollen wir eine Gleichstellung
gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in allen Bereichen», sagte
Rothe-Beinlich Dies betreffe das Kindschaftsrecht, das Adoptions-
und Sorgerecht, das Miet-, Erb-, Beamten- und Steuerrecht ebenso wie
das Ausländerrecht.
Rothe-Beinlich warf der Landesregierung vor, sich ihrer
Verantwortung zu entziehen Die Gleichbehandlung homosexueller
Lebenspartnerschaften sei noch weit entfernt, obwohl in der
Landesverfassung klar geregelt sei, dass niemand wegen seiner
sexuellen Orientierung bevorzugt oder benachteiligt werden dürfe. «Es
fehlt am politischem Willen, Lebensrealitäten endlich anzuerkennen
und Gleichstellung Wirklichkeit werden zu lassen», kritisierte die
Grünen-Politikerin.
(ddp)
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