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Bad Homburg (ddp) Die staatliche Umweltprämie hat auch im Juni zu
einem deutlichen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland
geführt. Die Zahl erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 40
Prozent auf rund 427 000 Autos, wie der Verband der Internationalen
Kraftfahrzeughersteller (VDIK) am Donnerstag in Bad Homburg
mitteilte. Im ersten Halbjahr wurden knapp 2,1 Millionen Pkw auf
deutschen Straßen neu zugelassen und damit 26 Prozent mehr als im
ersten Halbjahr 2008. Dies übertrifft sogar das Neuzulassungsergebnis
des Rekordjahres 1999. Allerdings erwartet der VDIK, dass in den
kommenden Monaten die Zuwächse nicht mehr die Rekordmarken
des ersten
Halbjahres erreichen.
In den neuen Bundesländern wirkt die Umweltprämie besonders
kräftig Laut VDIK legte der Pkw-Markt im Juni in den östlichen
Bundesländern um 51 Prozent und damit auf rund 57 500 Fahrzeuge zu.
Während der Zuwachs von Januar bis Juni bundesweit 26 Prozent
betrage, erreiche er in den östlichen Bundesländern die 49
Prozent-Marke.
Nach Segmenten legten die sogenannte Kleinstwagen um über 120 und
die Kleinwagen um 85 Prozent zu, wie der VDIK weiter berichtete Die
Kleinstwagen wiesen nun höhere Neuzulassungszahlen auf als
beispielsweise die Geländewagen. Rückgänge im zweistelligen Bereich
hätten die obere Mittelklasse, die Oberklasse, die Sportwagen und
sogenannte Vans verzeichnet. Bei Fahrzeugen mit alternativen
Antriebstechniken sei ein Plus von 25 Prozent registriert worden.
Bei den Nutzfahrzeugen sieht es dagegen düster aus: Mit einem
Einbruch im ersten Halbjahr um 29 Prozent auf 121 000 neu zugelassene
Laster, Transporter und Busse im Vergleich zum verkaufsstarken
Vorjahreszeitraum blickten die Nutzfahrzeughersteller auf das
schwächste Ergebnis seit der Wiedervereinigung, wie der VDIK
mitteilte «Die Wirtschafts- und Exportkrise hat den Transportbereich
derart hart getroffen, dass in Deutschland und weltweit die Aufträge
für Nutzfahrzeuge storniert oder gar nicht erst erteilt worden sind»,
sagte VDIK-Präsident Volker Lange.
(ddp)
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