Stuttgart (www.rohsotffe-go.de [Link 1]) Die letzten Wochen waren hart für die Kalibranche. Hat doch die deutsche K+S AG (Xetra: 716200 - Nachrichten) (WKN 716200) die Preise gesenkt ein Unding, wenn es nach den Wettbewerbern geht. Und dann hat auch noch der Branchengigant Potash Corp. of Saskatchewan (WKN 878149) eine Gewinnwarnung herausgegeben, die in ihrem Umfang geradezu peinlich war.
Aber nun gibt es auch wieder gute Neuigkeiten. Denn die Experten von RBC Capital Markets sind der Ansicht, dass fundamental mit Kali alles
in Ordnung ist. Besser noch, kurzfristig und langfristig sähe es ausgezeichnet aus und die Preise sollten über dem Durchschnitt der Vergangenheit bleiben.
Kurzfristig, so die Analysten weiter, hätten die Produzenten ihren Job gut gemacht, indem sie allein in diesem Jahr die Produktion um 14 Millionen Tonnen zurück gefahren haben, um so der gesunkenen Nachrage entgegen zu wirken. RBC (RBCI.PK - Nachrichten) ist zudem der Ansicht, dass das kommende Jahr für einen Großteil der Landwirte in den USA profitabel sein sollte, was sie veranlassen sollte, wieder mehr Düngemittel zu kaufen, um den Ernteertrag zu maximieren. Ein weiterer Faktor sei, dass die geringere Düngerverwendung 2008 und 2009 die Fruchtbarkeit des Bodens negativ beeinflusst haben könnte. Das müsse schließlich wieder ausgeglichen werden.
In langfristiger Hinsicht verweisen die RBC-Experten auf hohe Eintrittsbarrieren für den Kalisektor, einen ausgeglichenen Ausblick für Angebot und Nachfrage sowie die anhaltende Notwendigkeit eine wachsende Bevölkerung zu ernähren. Dies seien die Hauptgründe, in Bezug auf den Kalipreis optimistisch zu sein. Die Analysten fügten hinzu, dass die Weltbevölkerung um 2,5 Menschen pro Sekunde bzw. 79 Millionen pro Jahr wachse. Und ein Großteil dieses Wachstums erfolge in den Schlüsselmärkten für Kali wie Indien, Brasilien und natürlich China.
Gerade dort werde wissenschaftlichen Studien zufolge sogar noch zu wenig Dünger ausgebracht, was weiteres Wachstumspotenzial bedeutet.
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