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Zürich (aktiencheck.de AG) - Nach wie vor prägen rote Vorzeichen das Geschehen an den europäischen Börsen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 liegt zur Stunde mit 1,06 Prozent im Minus bei 2.423,80 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,98 Prozent ein auf 2.115,16 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verliert 0,79 Prozent auf 549,93 Indexpunkte. An den europäischen Länderbörsen sind ebenfalls Verluste auszumachen.
Laut Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist die Arbeitslosenquote im Mai angestiegen. Demnach lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Eurozone
bei 9,5 Prozent, gegenüber 9,3 Prozent im April. In der EU27 lag die Arbeitslosenquote im Mai 2009 bei 8,9 Prozent, gegenüber 8,7 Prozent im April. Für die Eurozone ist dies die höchste Quote seit Mai 1999 und für die EU27 seit Juni 2005. Ferner hat die Statistikbehörde einen Rückgang der Erzeugerpreise in der europäischen Industrie im Mai ermittelt.
Die EZB hat auf ihrer heutigen turnusmäßigen Sitzung beschlossen, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,00 Prozent. In den USA werden im weiteren Handelsverlauf noch der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Industrieaufträge erwartet. Die US-Futures geben im Vorfeld etwas deutlicher ab. So verlieren der Dow Jones Future 0,47 Prozent, der NASDAQ (NASDAQ: Nachrichten) 100 Future 0,41 Prozent und der S&P 500 Future 0,41 Prozent.
Einem Pressebericht zufolge will die spanische Telefonica (Madrid: BTEF.MC - Nachrichten) ein Übernahmeangebot für die britische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) prüfen. Unter anderem werde auch dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone ein Interesse an einer Übernahme der Deutschen Telekom-Tochter nachgesagt. Als weiterer Kandidat komme außerdem die France Télécom (Paris: FR0000133308 - Nachrichten) in Betracht, die derzeit anscheinend ein mögliches Joint Venture ihrer Tochter Orange mit T-Mobile UK auslote. Analysten schätzen den Wert der Mobilfunksparte, die in Großbritannien einen Marktanteil von 15 Prozent besitzt, dem Bericht zufolge auf 3 bis 4 Mrd. Euro. Die im IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) gelistete Aktie von Telefonica gibt aktuell 0,4 Prozent ab. Für Vodafone geht es im FTSE 100 um 1,6 Prozent abwärts. France Télécom verlieren im CAC40 (Paris: Nachrichten) 0,4 Prozent.
Außerdem büßen hier Air France (Paris: FR0000031122 - Nachrichten) -KLM gut 2 Prozent ein. Presseangaben zufolge hat die Fluggesellschaft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 einen Umsatzeinbruch verzeichnet. Demnach seien die Erlöse seit April um fast 20 Prozent gesunken. Hintergrund ist dem Bericht zufolge der rückläufige Geschäftsreiseverkehr angesichts der weltweiten Finanzkrise. Ein profitables Wachstum werde erst wieder im Geschäftsjahr 2011/12 erwartet. Darüber hinaus könnte der Luftfahrtkonzern zwischen 2009 und 2011 mehr Arbeitsplätze abbauen als zunächst geplant. Kursverluste von jeweils mehr als 3 Prozent fahren zur Stunde AXA, Michelin (Paris: FR0000121261 - Nachrichten) und Peugeot (Paris: FR0000121501 - Nachrichten) ein. Sanofi (Paris: FR0000120578 - Nachrichten) -Aventis tendieren indes etwas fester. Der Pharmakonzern hat zuvor von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Medikament Multaq erhalten. An der Indexspitze gewinnen Crédit Agricole (Paris: FR0000045072 - Nachrichten) gut 2 Prozent.
Der schweizerische Mischkonzern ABB hat einen weiteren Großauftrag aus dem Nahen Osten erhalten. Demnach wurde ABB (Virt-X: ABBN.VX - Nachrichten) von der in Bahrain ansässigen Electricity and Water Authority (EWA) mit der Konstruktion, Installation und Inbetriebnahme von elf neuen gasisolierten Schaltanlagen und der Erweiterung von vier bestehenden Unterstationen beauftragt. Das Auftragsvolumen wurde auf 170 Mio. Dollar beziffert. Die Aktie verliert im SMI (0198.HK - Nachrichten) dennoch ein knappes Prozent. Im SLI fallen Clariant (Virt-X: CLN.VX - Nachrichten) um fast 4 Prozent zurück, nachdem der Spezialchemiekonzern die Emission einer Wandelanleihe angekündigt hat. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 225 Mio. Schweizer Franken (CHF), wobei eine Mehrzuteilungsoption in Höhe von 25 Mio. CHF eingeräumt wird.
Der niederländische Drucker (DKIN.PK - Nachrichten) - und Fotokopiererhersteller Océ ist im zweiten Quartal überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Wie der Konzern erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 676 Mio. Euro um 4,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 14,3 Mio. Euro verbucht, nach einem Nettogewinn von 5,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Aktie bricht in Amsterdam um gut 11 Prozent ein.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.423,80 (-1,06 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.115,16 (-0,98 Prozent) EURONEXT 100: 549,93 (-0,79 Prozent) FTSE 100 (London): 4.307,06 (-0,78 Prozent) CAC40 (Paris): 3.181,54 (-1,10 Prozent) MIB (Mailand): 20.047,58 (-0,58 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.865,30 (-0,39 Prozent) SMI (Zürich): 5.441,11 (-0,58 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.114,31 (-1,19 Prozent) (02.07.2009/ac/n/m)
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