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Zürich (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben und im Vorfeld zahlreicher Konjunkturdaten haben die europäischen Börsen mit deutlichen Abschlägen zu kämpfen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kommt aktuell um 1,08 Prozent zurück auf 2.423,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verliert daneben 1,11 Prozent auf 2.112,34 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 büßt 1,02 Prozent ein auf 548,68 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls kräftige Verluste.
Die Wall Street hat am Vorabend zwar fester tendiert, ihre Tageshöchststände aber bei weitem nicht halten können.
Der Dow Jones gewann letztendlich 0,7 Prozent. Der NASDAQ Composite und der S&P 500 schlossen mit 0,6 bzw. mit 0,4 Prozent im Plus. In Tokio waren heute mäßige Abschläge auszumachen. Mit Spannung werden am Nachmittag insbesondere die Zinsentscheidung der EZB und der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung erwartet. In den USA stehen außerdem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Industrieaufträge auf der Agenda.
Die spanische Telefonica (Madrid: BTEF.MC - Nachrichten) will einem Pressebericht zufolge ein Übernahmeangebot für die britische Mobilfunktochter der Deutschen Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) prüfen. Demnach wollen die Spanier damit die Spitzenposition ihrer Tochter O2 auf dem britischen Markt verteidigen, die durch einen möglichen Verkauf von T-Mobile UK an einen Konkurrenten gefährdet werden könnte. Unter anderem werde dem britischen Mobilfunkkonzern Vodafone ein Interesse an einer Übernahme der Deutschen Telekom-Tochter nachgesagt. Als weiterer Kandidat komme außerdem die France Télécom (Paris: FR0000133308 - Nachrichten) in Betracht, die derzeit anscheinend ein mögliches Joint Venture ihrer Tochter Orange mit T-Mobile UK auslote. Die Deutsche Telekom wolle T-Mobile UK angesichts der jahrelang schwachen Geschäftsentwicklung loswerden. Analysten schätzen den Wert der Mobilfunksparte, die in Großbritannien einen Marktanteil von 15 Prozent besitzt, auf 3 bis 4 Mrd. Euro. Telefonica tendieren im IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) kaum verändert. France Télécom geben im CAC40 (Paris: Nachrichten) leicht ab. Für Vodafone geht es im FTSE 100 um rund 1 Prozent nach unten.
Am Ende des britischen Leitindex finden sich Papiere der LSE mit einem Minus von 3,4 Prozent. Kursverluste von jeweils mehr als 3 Prozent fahren auch Schroders (London: SDR.L - Nachrichten) und WPP (London: WPP.L - Nachrichten) ein. Zu den wenigen Gewinnern zählen unter anderem Kazakhmys (London: KAZ.L - Nachrichten) (+1,1 Prozent), Xstrata (+1 Prozent) und Antofagasta (London: ANTO.L - Nachrichten) (+1 Prozent).
Im CAC40 sacken Air France (Paris: FR0000031122 - Nachrichten) -KLM um gut 3 Prozent ab. Presseangaben zufolge haben die Franzosen in den vergangenen drei Monaten einen herben Umsatzeinbruch um fast 20 Prozent erlitten. Verluste in ähnlicher Größenordnung fahren AXA (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) und Saint-Gobain ein. Renault (Paris: FR0000131906 - Nachrichten) und Peugeot (Paris: FR0000121501 - Nachrichten) geben jeweils rund 2,5 Prozent ab. Crédit Agricole (Paris: FR0000045072 - Nachrichten) legen auf der Gegenseite gut 2 Prozent zu. Sanofi (Paris: FR0000120578 - Nachrichten) -Aventis gewinnen daneben ein halbes Prozent. Der Pharmakonzern hat zuvor von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für das Medikament Multaq erhalten.
Im Schweizer Leitindex SMI geben unter anderem Actelion (ATLN.SW - Nachrichten) 2,7 Prozent, Julius Bär 2,6 Prozent und Credit Suisse 2,4 Prozent ab. UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) liegen mit 1 Prozent im Minus. Die beiden Schwergewichte Nestlé und Novartis (Virt-X: NOVN.VX - Nachrichten) büßen 0,5 bzw. 1 Prozent ein. Roche (Virt-X: ROG.VX - Nachrichten) pendeln um ihren Vortagesschlussstand. Gegen den Trend gewinnen Syngenta (Virt-X: SYNN.VX - Nachrichten) ein knappes Prozent. Im SLI sacken Clariant (Virt-X: CLN.VX - Nachrichten) um fast 6 Prozent ab. Der Chemiekonzern begibt eine Wandelanleihe über 225 Mio. Schweizer Franken.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.423,20 (-1,08 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.112,34 (-1,11 Prozent) EURONEXT 100: 548,68 (-1,02 Prozent) FTSE 100 (London): 4.303,61 (-0,85 Prozent) CAC40 (Paris): 3.181,34 (-1,11 Prozent) MIB (Mailand): 19.290,91 (-0,78 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.873,40 (-0,31 Prozent) SMI (Zürich): 5.430,26 (-0,78 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.110,76 (-1,35 Prozent) (02.07.2009/ac/n/m)
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