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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag an die Verluste der vergangenen drei Handelstage angeknüpft. Marktteilnehmer verwiesen als Hauptbelastungsfaktor auf die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag. Der Dax fiel um 0,66 Prozent auf 5.518,03 Punkte. Für den MDax (Xetra: Nachrichten) mittelgroßer Werte ging es um 1,56 Prozent auf 7.084,93 Punkte abwärts und der TecDax fiel um 2,06 Prozent auf 723,46 Zähler.
Bankenwerte gehörten zu den größten Verlierern: Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten)
-Titel gaben um 2,98 Prozent auf 8,140 Euro nach und Papiere der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) folgten mit einem Abschlag von 1,75 Prozent auf 50,110 Euro. Anteile der Postbank mit einem Abschlag von 2,34 Prozent bei 23,00 Euro gehandelt. Hier spielten laut Börsianern obendrein Aussagen zum Geschäftsverlauf eine Rolle. Marktteilnehmer begründeten die Kursverluste vornehmlich mit möglichen weiteren Milliardenverlusten im Bankensektor. Die europäischen Banken haben einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge die Finanzkrise nach Einschätzung der EU noch nicht überstanden. Bei den 22 größten Banken in der EU seien bis Ende 2010 noch Verluste von bis zu 330 Milliarden Euro zu erwarten, wie ein Stresstest des Europäischen Ausschusses für Bankenaufsicht (CEBS) der Zeitung zufolge zeigt. Konrad Becker, Analyst bei Merck Finck, wertete die Ergebnisse in einer ersten Reaktion zwar als positiv für deutsche Banken. Gleichzeitig warnte der Experte aber, dass die Erwartungen zu optimistisch werden könnten. Die Aktien der deutschen Autobauer entwickelten sich nach US-Absatzzahlen vom Vorabend uneinheitlich. Das Auslaufen der US-Abwrackprämie "Cash for Clunkers" im August hat am US-amerikanischen Automarkt im September für einen deutlichen Absatzrückgang gesorgt. Dabei kamen die deutschen Autobauer vergleichsweise glimpflich davon. VW , BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) und Porsche (Xetra: POR3.DE - Nachrichten) konnten gar zulegen, während der Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) -Konzern einen weiteren Absatzrückgang hinnehmen musste. Ein Händler stellte vor allem den Absatzerfolg von BMW positiv heraus, die erstmals in diesem Jahr am US-Markt einen Anstieg im Jahresvergleich zeigten. Heino Ruland, Marktanalyst bei Ruland Research, sah die Entwicklung bei BMW auch langsam im Rahmen seiner positiven Erwartung. Daimler habe ihn dagegen weiter enttäuscht. Die Entwicklung bei VW ist aus seiner Sicht "OK". Die im Dax (Xetra: Nachrichten) gelisteten VW-Stammaktien setzten sich mit plus 1,46 Prozent auf 110,91 Euro an die Spitze des Leitindex. Daimler schafften ebenfalls den Sprung ins Plus und gewannen 0,46 auf 33,555 Euro hinzu. BMW gaben 0,71 Prozent auf 32,180 Euro nach und Porsche verbilligten sich um 1,69 Prozent auf 51,83 Euro. Tui (Xetra: TUAG00 - Nachrichten) -Papiere sackten um 2,15 Prozent auf 6,83 Euro ab. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtete, will die Bundesregierung trotz erheblicher Bedenken im Bundestag die milliardenschwere Bürgschaft für die Reederei Hapag-Lloyd noch am heutigen Freitag in einer Telefonkonferenz endgültig beschließen. Zusammen mit einer geplanten Kapitalspritze der Eigner wäre Deutschlands größte Reederei damit vorerst finanziell abgesichert, hieß es in dem Bericht. Ein Händler sagte dazu, dass bereits am Donnerstag am Markt spekuliert wurde, dass die Garantien erteilt werden. Aktien des Bezahlsenders Sky Deutschland verbilligten sich nach einem Analystenkommentar um 1,17 Prozent auf 3,39 Euro. Zuvor hatte die UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) die Papiere von "Buy" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 4,20 auf 3,80 Euro gesenkt. Gewinnmitnahmen sorgten laut Händlern indes beiden beiden Technologiewerten Infineon Technologies und Aixtron (Xetra: AIX.DE - Nachrichten) für schwächere Notierungen. Infineon (Xetra: 623100 - Nachrichten) gaben am Dax-Ende 3,59 Prozent auf 3,625 Euro nach und Aixtron bildeten mit minus 4,34 Prozent auf 16,98 Euro im TecDax das Schlusslicht./rum/ag --- Von Henrietta Rumberger, dpa-AFX ---
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