|

dpa-afx
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwach - Enttäuschende US-Jobdaten belasten
Freitag 2. Oktober 2009, 17:46 Uhr

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Arbeitsmarktzahlen aus den USA haben am Freitag den Dax (Xetra: Nachrichten) belastet und ihn den vierten Tag in Folge in die Verlustzone gedrückt. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Serie negativer Konjunkturdaten in dieser Woche nicht abriss. Der deutsche Leitindex schloss mit minus 1,56 Prozent auf 5.467,90 Punkte und verbuchte damit im Wochenverlauf einen Abschlag von rund zwei Prozent. Der MDax mittelgroßer Werte verlor 2,82 Prozent auf 6.994,16 Punkte und der TecDax fiel um 2,52 Prozent auf 720,07 Zähler.

Sichtbar unter
Druck gerieten daher die Bankenwerte. Die Aktien der Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) brachen zeitweise um mehr als zehn Prozent ein. Mit einem Minus von 9,00 Prozent auf 7,635 Euro gingen sie schließlich in das Wochenende. Die Papiere der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) büßten 2,31 Prozent auf 49,820 Euro ein und die Anteilsscheine der Postbank verloren 3,82 Prozent auf 22,65 Euro. Sorgen über weitere Milliardenverluste im Bankensektor waren laut Händlern der Grund. Die Resultate des Bankenstresstests der EU ergaben, dass den europäischen Finanzinstituten zwar kein erneuter wirtschaftlicher Kollaps wie 2008 droht, doch könnten die Verluste im schlimmsten Fall 2009/10 die Dimension von rund 400 Milliarden Euro erreichen.

Größter Gewinner im Dax waren dagegen die Titel der Munich Re mit plus 0,47 Prozent auf 110,42 Euro. Sie profitierten von mehreren positiven Studien, darunter vor allem einer von Goldman Sachs (NYSE: GS - Nachrichten) . Die US-Investmentbank hatte die Aktie des Rückversicherers auf ihre "Conviction Buy List" gehoben und das Kursziel leicht von 127,00 auf 128,00 Euro hochgesetzt. Mit dem verbleibenden Aufwärtspotenzial zum Kursziel sei Munich Re erneut eine der aussichtsreicheren Aktien im Sektor, urteilte Analyst Will Morgan.

Die Aktien der deutschen Autobauer entwickelten sich nach der Bekanntgabe von US-Absatzzahlen vom Vorabend hingegen uneinheitlich. Das Auslaufen der US-Abwrackprämie "Cash for Clunkers" im August hatte am US-amerikanischen Automarkt im September für einen deutlichen Absatzrückgang gesorgt. Dabei waren die deutschen Autobauer jedoch vergleichsweise glimpflich davon gekommen. VW , BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) und Porsche (Xetra: POR3.DE - Nachrichten) konnten sogar zulegen, während der Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) -Konzern einen weiteren Absatzrückgang verzeichnete. BMW verloren 1,79 Prozent auf 31,830 Euro und Daimler gaben um 1,84 Prozent auf 32,785 Euro nach. Die Stammaktien von VW hingegen schlossen mit 0,13 Prozent im Plus auf 109,45 Euro. Die am Vorabend angekündigten Sonderschichten im Stammwerk hätten Anleger als weiteres spürbares Zeichen einer gesunden Auftragslage aufgenommen, meinte dazu IG-Markets-Experte Rohles./ck/he

--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

 
Spezial
Bankregeln
Neue Bankregeln:
Aufpassen an Schalter & Co.

 
Fügen Sie Nachrichten zum Thema Marktberichte_de Ihrer persönlichen MeinYahoo! Seite hinzu! Yahoo! Nachrichten zum Thema Marktberichte_de als RSS Feed
RSS

Jetzt diskutieren Mail
Per Mail senden




Copyright © 2009 dpa-afx. Wiederveröffentlichung oder Verbreitung der Inhalte dieser Seiten nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung von dpa-afx.

Copyright © 2009 Yahoo!. Alle Rechte vorbehalten. Alle Rechte vorbehalten.
Feedback & Kritik | Wir über uns | Jobs@Yahoo! | AGB | Rechtlicher Hinweis