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dpa
LBBW will erstes Staatsgeld 2013 zurückzahlen
Montag 2. November 2009, 12:33 Uhr

LBBW will erstes Staatsgeld 2013 zurückzahlen
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Stuttgart/Frankfurt (dpa) - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat einen Fahrplan zur Rückgabe staatlicher Hilfen vorgelegt. Vorstandschef Hans-Jörg Vetter sagte dem «Handelsblatt», man müsse sich als Bankvorstand fragen, ob man die Mittel nicht nur bedienen, sondern auch zurückzahlen kann.

«Für uns kann ich diese Frage dahingehend beantworten, dass wir schon im Jahr 2013 damit beginnen werden, Eigenkapital an die Eigentümer zurückzuzahlen, im ersten Schritt eine Milliarde Euro», sagte Vetter. Das sei ein Jahr früher als mit den Eignern vereinbart.

Die größte
deutsche Landesbank hatte eine Kapitalspritze von fünf Milliarden Euro und Garantien für Risiko-Papiere in Höhe von 12,7 Milliarden Euro von ihren Eigentümern erhalten. Träger der LBBW sind das Land, die baden-württembergischen Sparkassen und die Stadt Stuttgart.

Die LBBW war durch die Finanzkrise schwer getroffen worden und wird auch in diesem Jahr nach Vetters Worten wegen hohen Einmalbelastungen «mit deutlich negativem Ergebnis abschließen». Es wird damit gerechnet, dass die Stuttgarter nach einem Konzernverlust von 2,1 Milliarden Euro 2008 auch in diesem Jahr ein ähnlich hohes Minus einfahren. Vetter nannte als verlustreichen Geschäftsbereich die Immobiliensparte, bei der ein dreistelliger Millionenbetrag zu Buche schlage.

Die Kapitalausstattung werde unter der Rückzahlung nicht leiden. Die Bank werde in der Lage sein, Kernkapital in der Größenordnung von rund zehn Prozent in 2013 ausweisen zu können, derzeit liege man bei 9,6 Prozent. Die Eigenkapitalquote spiegelt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und ausgegebenen Krediten wider. Zurzeit beraten die EU- Wettbewerbshüter über Auflagen für die LBBW als Gegenleistung für die Gewährung der Beihilfen.

Vetter will die Bank nach der Sanierung wieder auf Wachstumskurs bringen. Im Neugeschäft peilt er Zuwachsraten von durchschnittlich fünf Prozent jährlich in den kommenden vier Jahren an. «In 2009 schaffen wir das aber sicher noch nicht», räumte der Bankchef ein. Einen weiteren Personalabbau über die bereits geplanten 2500 Stellen hinaus sieht Vetter nicht.

Am Mittwoch beginnen in Stuttgart Verhandlungen zwischen der Bank und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi über einen Tarifvertrag zur Sicherung von Beschäftigung und Standorten. Die Gewerkschaft will betriebsbedingte Kündigungen ausschließen. Die Stellenstreichungen sind Teil eines Sparpakets, das jährlich 700 Millionen Euro bringen soll.

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