|

dpa
SoFFin-Chef warnt vor Ausweitung der Krise
Montag 2. November 2009, 14:07 Uhr

SoFFin-Chef warnt vor Ausweitung der Krise
Bild vergrößern

Hamburg (dpa) - Der Chef des staatlichen Banken-Rettungsfonds SoFFin, Hannes Rehm, hat vor einer Ausweitung der Finanzkrise auf Gesellschaft und Politik gewarnt.

«Wir müssen verhindern, dass die ökonomische Krise zu einer Krise der gesellschaftlichen Institutionen und der politischen Ordnung wird», sagte Rehm am Montag bei einem Vortrag in der Handelskammer Hamburg.

«Wenn wir nicht Lehren und Konsequenzen aus der Krise ziehen, dann ist es eine vertane Krise.» Dazu zählte der SoFFin-Chef die Beseitigung regulierungsfreier Bereiche in der Bankwirtschaft, ohne aber eine generell höhere
Regulierungsdichte anzustreben.

Rehm betonte die staatliche Verantwortung für ein funktionierendes Bankensystem. «Staat und Bankenaufsicht müssen früher eingreifen können», sagte er. «Wir müssen den Zustand überwinden, in dem Gewinne privatisiert werden und Verluste sozialisiert.»

Die Banken erfüllten volkswirtschaftlich eine dienende Funktion. Die Funktionsfähigkeit des Bankensystems sei ein öffentliches Gut, für dass der Staat verantwortlich sei. Deshalb müssten ihm auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen.

Der SoFFin leiste in der Krise mit seinen Milliarden vor allem Hilfe zur Selbsthilfe der Banken. Von den 400 Milliarden Euro für Garantien zur Refinanzierung der Banken würden gegenwärtig 132 Milliarden Euro genutzt; von den 80 Milliarden Euro zur Eigenkapitalstärkung sind 22 Milliarden Euro eingesetzt.

Fügen Sie Nachrichten zum Thema Unternehmensmeldunge Ihrer persönlichen MeinYahoo! Seite hinzu! Yahoo! Nachrichten zum Thema Unternehmensmeldunge als RSS Feed
RSS

Jetzt diskutieren Mail
Per Mail senden




Diese Nachrichten dienen ausschließlich zur privaten Information des Nutzers. Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung oder Speicherung in Datenbanken sowie jegliche Form von gewerblicher Nutzung oder die Weitergabe an Dritte sind nicht gestattet. dpa haftet nicht bei Fehlern oder Störungen im Dienstbetrieb, bei Lieferschwierigkeiten, inhaltlichen oder textlichen Fehlern, außer in Fällen groben Verschuldens. Für den Fall, daß Sie Nachrichten der dpa weitergeben, veröffentlichen, speichern oder gewerblich nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an: Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa-Verkauf, Mittelweg 38, 20148 Hamburg.

Copyright © 2009 Yahoo!. Alle Rechte vorbehalten. Alle Rechte vorbehalten.
Feedback & Kritik | Wir über uns | Jobs@Yahoo! | AGB | Rechtlicher Hinweis