Stuttgart (www.rohstoffe-go.de [Link 1]) Die Vorräte an physischem Silber zweier europäischer ETFs (Exchange Traded Fund), die von ETF Securities bzw. der Zürcher Kantonalbank verwaltet werden, stiegen im vergangenen Monat um insgesamt 3 Millionen Unzen, wie die neuesten Daten der Unternehmen zeigen.
Einen Rekord verzeichnete der börsennotierte Silberfonds von ETF Securities aus London. Dessen physische Silbervorräte kletterten im Mai um 2,2 auf jetzt insgesamt 19,99 Millionen Unzen, wie es auf der Internetpräsenz des Unternehmens hieß. Gleichzeitig stieg das von der Zürcher Kantonalbank in ihrem ETF gehaltene Silber seit dem 27. April
um 2,1 Prozent oder fast 1 Million Unzen, wie die Bank in einer Mitteilung bekannt gab.
Börsengelistete Fonds, die Wertpapiere ausgeben, welche durch physische Rohstoffe wie Gold oder Silber unterlegt sind, erfreuen sich im laufenden Jahr großer Beliebtheit vor allem bei Investoren, die einen sicheren Hafen suchen, um den Risiken anderer Märkte zu entkommen. Silber- und auch Gold-ETFs werden dabei vor allem auch als Absicherung gegen die Schwäche des US-Dollars und eine für die Zukunft mögliche Inflation gesehen und haben seit Anfang 2009 hohe Zuflüsse erlebt.
Silber, das auch in der Industrie eingesetzt wird, profitiert derzeit von einer wieder etwas gestiegenen Risikobereitschaft der Anleger, von der auch andere Industrierohstoffe wie Öl und Basismetalle profitieren. Silber, das auch einen deutlich kleineren Markt darstellt als Gold, wird im Vergleich zu dem gelben Metall noch stärker als Investment und als Spekulation angesehen.
Entsprechend war der Zufluss in Gold-ETFs im ersten Quartal 2009 eher spärlich. Der börsennotierte Goldfonds von ETF Securities erfuhr im vergangenen Monat zum Beispiel nur eine Steigerung der Goldvorräte von 44.300 Unzen bzw. 1.6 Prozent. Und die Vorräte des Gold-ETFs der Zürcher Kantonalbank stiegen lediglich um 0,4 Prozent bzw. etwas mehr als 18.000 Unzen.
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