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ERLANGEN (dpa-AFX) - Bei Siemens machen Arbeitnehmervertreter Front gegen den geplanten Abbau tausender Arbeitsplätze und drohen mit Streik. "Bevor wir Siemens (Xetra: 723610 - Nachrichten) und damit unsere Arbeitsplätze gefährden, ist es unsere Pflicht, notfalls auch einen Arbeitskampf durchzuführen", sagte der Erlanger Siemens-Betriebsratschef Werner Mönius, der auch Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrates ist, der Wochenzeitung "VDI nachrichten". Die Pläne zum Abbau von weltweit voraussichtlich mehr als 17.000 Jobs, darunter
6450 in Deutschland, seien völlig überzogen. Sollte man aber bei den Beratungen im Wirtschaftsausschuss am 7. und 8. Juli zu einer Einigung kommen, sei ein "Arbeitskampf nicht nötig", erklärte Mönius.
Erste Zahlen zu dem geplanten Stellenabbau bei Siemens waren Ende vergangener Woche bekanntgeworden. Weder der Konzern selbst noch die IG Metall hatten diese Zahlen allerdings bestätigt. Auch Mönius stellt sich darauf ein, dass die Standorte Nürnberg und Erlangen besonders von den Einschnitten betroffen sein werden. Es sei klar, dass die Bereiche Vertrieb und Verwaltung auf dem Prüfstand stünden, dies betreffe vor allem die Standorte Erlangen und Nürnberg und damit den Sitz der entsprechenden Sektoren und Divisionen sowie die Regionen. "Die einzelnen Zahlen werden wir im Wirtschaftsausschuss diskutieren. Und wir werden versuchen, die aus unserer Sicht überhöhten Zahlen zu korrigieren."/cs/DP/stw
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