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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Betriebsräte von Deutschlands größtem TV- Konzern ProSiebenSat.1 haben geplante Einsparungen des Konzerns und die Geschäftspolitik der Mehrheitseigentümer massiv kritisiert. "Sparmaßnahmen sind die falsche Strategie, sie führen in die Sackgasse und verstellen den Blick auf das Entscheidende", hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief von Betriebsräten aus München und Berlin an die Unternehmensleitung. Stattdessen müsse es um bessere Formate, höhere Quoten und mehr Werbeeinnahmen für das Unternehmen gehen. Nur steigende Umsätze ermöglichten den Abbau der Zinslast und die Rückzahlung der hohen Kredite für den
Erwerb der europäischen Senderkette SBS, hieß es in dem Schreiben. Das "Geschäftsgebaren" der ProSiebenSat.1-Mehrheitseignern KKR und Permira schade Mitarbeitern und Kleinaktionären.
Die "überwältigende Mehrheit" dieser Pläne werde man durch die Reduzierung von Programmkosten umsetzen, etwa über die vermehrte Ausstrahlung von Wiederholungen, sagte ein Unternehmenssprecher. Zu einem "massiven Stellenabbau" werde es dagegen nicht kommen. Die Betriebsräte hatten in dem Schreiben von einem angeblich geplanten Abbau von 155 Stellen gesprochen. "Wir können diese Zahl nicht nachvollziehen, sie ist definitiv zu hoch", sagte der Konzernsprecher. Zur weiteren Details des Schreibens wollte sich der Sprecher nicht äußern./cs/DP/sc
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