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ROUNDUP: Lage auf dem US-Arbeitsmarkt bleibt auch nach Juni-Daten schwierig
Donnerstag 3. Juli 2008, 15:50 Uhr

 

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Beschäftigten im Juni weiter gesunken. Daher sprechen Experten in ersten Stellungnahmen von einer weiter schwierigen Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt. Außerhalb der Landwirtschaft sei die Zahl der Beschäftigten um 62.000 zum Vormonat zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag im Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 50.000 gerechnet.

Dagegen sind die amerikanischen Stundenlöhne im Juni wie erwartet gestiegen. Sie seien um 0,3 Prozent auf 18,01 US-Dollar je Stunde geklettert, hieß es weiter. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit verharrte
laut Ministerium auf ihrem Wert vom Vormonat von 33,7 Stunden. Unterdessen sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche überraschend stark gestiegen. Sie hätten um 16.000 auf 404.000 zugelegt, teilte das US-Arbeitsministerium weiter mit. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt stieg die Zahl der Erstanträge um 11.250 auf 390.500.

EXPERTE: BESCHÄFTIGUNGSAUFBAU FRÜHESTENS WIEDER AB HERBST

"Der heutige Arbeitsmarktbericht muss insgesamt als schwach bezeichnet werden", hieß es in einer ersten Stellungnahme von Volkswirten der Postbank. Auch in den nächsten Monaten sei nicht mit einer raschen Trendwende am amerikanischen Arbeitsmarkt zu rechnen. Vielmehr dürfte die Beschäftigungsentwicklung angesichts der Schwäche in der Industrie sehr verhalten bleiben.

Auch die Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen beschreiben die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt als nach wie vor als schwierig. Immerhin würden die Daten nicht auf eine Rezession in der größten Volkswirtschaft der Welt hindeuten, sagte allerdings der DekaBank-Experte Rudolf Besch. Der Arbeitsplatzabbau in der Industrie und beim Einzelhandel sei nicht ganz so stark wie zuletzt ausgefallen. Allerdings habe sich der Abbau bei den unternehmensnahen Dienstleistern beschleunigt, so Besch. Einen Beschäftigungsaufbau erwartet der DekaBank-Experte frühestens wieder ab Herbst./jkr/tw

 


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