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BERLIN (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat Spekulationen zurückgewiesen, dass sich die Regierung für einen Verkauf der Postbank an eine deutsche Bank einsetzt. "Es wird keinen politischen Preis für eine nationale Lösung geben", sagte Steinbrück in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitag). Der Finanzminister betonte, dass es einen fairen Bieterwettbewerb geben werde. Alles andere könnten die operativ Verantwortlichen auch gar nicht vertreten. Neben der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) und
der Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) haben in den vergangenen Monaten auch ausländische Geldhäuser Interesse an der Postbank geäußert. Dazu gehören Lloyds aus Großbritannien, ING aus den Niederlanden und Santander (Madrid: SAN.MC - Nachrichten) aus Spanien.
Gleichzeitig betonte Steinbrück, dass auch mögliche Arbeitsplatzverluste in die Entscheidung über den Postbank-Verkauf einbezogen werden. "Die Auswirkungen auf die deutschen Arbeitsplätze wird man bei den Verkaufsverhandlungen natürlich berücksichtigen müssen. Die beschäftigungspolitischen Aspekte spielen bei der Entscheidung eine ebenso wichtige Rolle wie der Verkauferlös und das künftige Geschäftsmodell", sagte Steinbrück weiter. In dem Interview sprach sich Steinbrück zudem für eine schnelle Konsolidierung im gesamten Bankensektor aus, an dem Drei-Säulen-Modell will er jedoch festhalten. "Die Gewinnmargen im deutschen Finanzsektor sind zu gering, um im weltweiten Wettbewerb mithalten zu können. Deshalb sollte es zunächst zu einer Konsolidierung innerhalb der jeweiligen Säulen kommen, damit die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Banken steigt", sagte Steinbrück. Unterm Strich hinke der deutsche Finanzsektor der "Bedeutung unserer Realwirtschaft" im internationalen Vergleich hinterher./tw
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