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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die erste Zinserhöhung seit gut einem Jahr mit erhöhten Inflationsgefahren begründet. Die Erhöhung solle Zweitrundeneffekte verhindern und wirke den mittelfristigen Inflationsgefahren entgegen, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag in Frankfurt. Die Geldpolitik werde zur Erreichung des Preisstabilitätsziels beitragen. Die Inflation sei besorgniserregend. Die Risiken für die Preisentwicklung im Euroraum hätten sich zuletzt erhöht und seien nach wie vor aufwärts gerichtet. Auch das Geldmengen- und Kreditwachstum im Euroraum sei nach wie vor kräftig. Dies sei ein wichtiges
Signal für Inflationsrisiken.
EZB ERHÖHT LEITZINS - KEINE NEIGUNG BEI KÜNFTIGER GELDPOLITIK Unmittelbar vor der erwarteten Zinserhöhung der EZB waren die warnenden Stimmen von Gewerkschaften und Politikern lauter geworden. Wegen der Abkühlung der Wirtschaft sorgen sie sich um ein Abwürgen der Konjunktur durch höhere Zinsen. Höhere Zinsen machen Kredite teurer und helfen im Kampf gegen die Inflation, die im Euro-Raum im Juni mit 4,0 Prozent auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro am 1. Januar 1999 geklettert war. Die Inflation ist damit gut doppelt so hoch wie mittelfristig von der EZB mit knapp zwei Prozent angestrebt. Die Notenbank habe keine Neigung bei ihrer Geldpolitik und lege sich nicht vorab fest, sagte Trichet. Die EZB werde das notwendige tun, um Preisstabilität zu sichern. Die Zinsentscheidung sei einstimmig getroffen worden. INFLATION DÜRFTE ZUNÄCHST ERHÖHT BLEIBEN Die Inflationsrate werde im weiteren Jahresverlauf deutlich erhöht bleiben. Erst im kommenden Jahr sei ein moderater Rückgang des Inflationsdrucks zu erwarten. Die Inflation dürfte somit recht lange erhöht bleiben. Die Risiken hätten sich weiter erhöht. Risiken für weiter steigende Inflationsraten seien insbesondere die Entwicklung der Öl- und Nahrungspreise. Mit Blick auf die realwirtschaftliche Entwicklung im Euroraum sprach Trichet von einem im Vergleich zum ersten Quartal schwächeren zweiten Quartal Die Wachstumsrisiken seien weiterhin nach unten gerichtet. Die Unsicherheiten seien nach wie vor hoch. Insgesamt erscheine das Wirtschaftswachstum aber solide./jha/bf
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