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dpa
dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft
Freitag 3. Juli 2009, 16:37 Uhr

«Bad Banks» kommen - Weitere Entlastung für Banken

Berlin (dpa) - Nach dem 480 Milliarden-Euro-Rettungspaket wird den deutschen Banken erneut massiv unter die Arme gegriffen. Sie können ihre Bilanzen nun im großen Stil von Risikopapieren befreien. Der Bundestag billigte am Freitag die Gesetzespläne zur Errichtung sogenannter Bad Banks. Die «Giftpapiere» waren Auslöser der Finanzkrise und belasten die Banken zunehmend. Ziel der Gesetzespläne für Privatbanken und die teils maroden Landesbanken ist es, das immer noch schleppende Kreditgeschäft für die Wirtschaft anzukurbeln.
Die Zustimmung des Bundesrates Ende nächster Woche gilt als sicher.

Lage von Quelle spitzt sich zu - Katalog gestoppt

Fürth (dpa) - Die Lage des insolventen Versandhauses Quelle spitzt sich weiter zu: Die Druckereien haben Produktion und Auslieferung des Hauptkatalogs komplett gestoppt. Hintergrund sind die Befürchtungen zweier Druckereien, dass die Arbeiten nicht bezahlt werden und sie auf ihren Kosten sitzenbleiben. Der Katalog ist jedoch für das Überleben von Quelle entscheidend. Quelle-Sprecher Manfred Gawlas bestätigte am Freitag, dass Quelle trotz des von der Politik bewilligten Massekredits über 50 Millionen Euro noch nicht über Liquidität verfüge. Man hoffe, dass die Zahlungsfähigkeit Mitte nächster Woche wieder hergestellt sei.

Magna kommt Opel-Einstieg näher - BIAC legt nach

Frankfurt/Main (dpa) - Im Bieterrennen um die Übernahme von Opel hat der Favorit Magna eine weitere wichtige Hürde genommen. Der US- Autokonzern General Motors (GM) verzichtet nach Angaben aus Verhandlungskreisen auf eine Rückkaufoption für seine frühere Tochter. Damit sei ein weiterer Stolperstein aus dem Weg geräumt, sagte ein Insider der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag. Unterdessen wollte der chinesische Autobauer BAIC an diesem Freitag eine nachgebesserte Offerte für Opel präsentieren. Ein verbindliches Angebot solle binnen zwei Wochen folgen, berichtet die «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Autobranche droht Absturz nach der Abwrackprämie

München (dpa) - Der Autobranche droht in Deutschland nach einem Verkaufsrekord durch die Abwrackprämie ein harter Absturz im Jahr 2010. «Nächstes Jahr bricht uns die Welt zusammen», sagte der Auto- Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen am Freitag bei einer «Handelsblatt»-Tagung zur Automobilindustrie in München. Die Neuzulassungen könnten dann von 3,4 Millionen auf 2,8 Millionen sinken, zahlreiche Insolvenzen seien absehbar. «Die Abwrackprämie ist ein Riesenrisiko.» Eine Verlängerung der Prämie kommt aber nicht Frage. Zum Jahresende werde die Prämie auslaufen, sagte Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Türkischer Marktführer bietet bei Rosenthal mit

Selb/München (dpa) - Im Wettbewerb um die Übernahme der insolventen Rosenthal AG hat der türkische Porzellanhersteller Kütahya Seramik Porselen ein neues Angebot vorgelegt. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte am Freitag eine Mitteilung der Deutsch-Türkischen Wirtschaftsvereinigung aus München. Demnach gehört der türkische Marktführer neben dem italienischen Topf- und Besteckhersteller Sambonet Paderno zu den vier möglichen Investoren. Die Namen der weiteren Bieter sind bislang nicht bekannt.

Karmann bekommt Millionen-Auftrag von Volkswagen

Osnabrück (dpa) - Überraschende Hilfe für Karmann: Ein Millionen-Auftrag von Volkswagen hat dem insolventen Osnabrücker Autobauer die Finanzierung einer Transfergesellschaft für rund 1600 gekündigte Beschäftigte ermöglicht. In Branchenkreisen wurde am Freitag ein entsprechender Bericht der «Neuen Osnabrücker Zeitung» bestätigt. VW vergab an Karmann einen Entwicklungsauftrag in zweistelliger Millionenhöhe und zahlte dafür Vorkasse. Sprecher von Karmann, Volkswagen sowie der Gewerkschaft IG Metall wollten keine Stellungnahme dazu abgeben.

DAX bei dünnen Umsätzen kaum verändert

Frankfurt/Main (dpa) - Der DAX hat sich am Freitag in einem umsatzarmen Handel kaum bewegt. Der Leitindex sank bis zum Nachmittag um 0,11 Prozent auf 4714 Punkte. Der TecDAX verlor 0,48 Prozent auf 620 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte gab um 0,98 Prozent auf 5705 Zähler nach. Eine eindeutige Richtung im DAX war nach Ansicht von Händler Christoph Schmidt von der N.M.F. AG nicht erkennbar. «Es macht sich bemerkbar, dass in den USA heute nicht gehandelt wird, denn dann halten sich auch die anderen Marktteilnehmer zurück», sagte er. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4009 (Donnerstag: 1,4049) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7138 (0,7118) Euro.

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