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Drogenbeauftragte beklagt grassierende Online-Sucht
Freitag 3. Juli 2009, 03:02 Uhr

 

Halle (ddp) Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige gefordert Es gebe bereits entsprechende Angebote, «es gilt jetzt, die noch auszuweiten», sagte Bätzing der «Mitteldeutschen Zeitung» (Freitagausgabe) «Der Bedarf wächst Denn das Problem wird immer größer», so die Drogenbeauftragte. Laut Bätzing sind etwa drei Prozent aller Internetnutzer abhängig und verbringen in ihrer Freizeit mehr als zehn Stunden täglich im Internet. In der Folge würden unter anderem Sozialkontakte in der realen Welt «auf Null reduziert», die Konfliktfähigkeit bei den Betroffenen
sinke, ebenso das Kommunikationsvermögen. Online-Sucht sei durchaus etwa mit Glücksspielsucht zu vergleichen, sagte Bätzing.

Online-Sucht ist bislang international nicht als Krankheit anerkannt Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD haben die Bundesregierung beauftragt, die Sucht breiter zu erforschen, neue Therapien zu entwickeln und technische Mittel zu prüfen, wie eine übermäßige Internetnutzung beschränkt werden könnte An diesem Freitag findet in Berlin ein Kongress statt, der sich mit Problemen der Internet- und Onlinesucht beschäftigt

(ddp)

 

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