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Berlin (ddp) In der Tarifauseinandersetzung für die bundesweit
rund 220 000 Erzieher und Sozialpädagogen im kommunalen Dienst sind
die Fronten offenbar weiter verhärtet Die Verhandlungen würden erst
fortgesetzt, wenn die Arbeitgeber ihr Angebot nachgebessert hätten,
sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft verdi am Freitag
in Berlin Zwar würden auf Fachebene weiter Gespräche geführt, doch
verliefen diese vergleichsweise zäh Dass es weiter Kontakt gebe,
bestätigte auch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
(VKA) Zum Stand machte eine Sprecherin jedoch keine
Angaben.
Unterdessen will verdi den Arbeitskampf auch über den Sommer
fortsetzen Schwerpunkte seien die Länder Bayern, Baden-Württemberg
und Brandenburg, in denen es zumeist jedoch nur an einem Tag der
Woche Aktionen gebe Im Tagesverlauf hätten rund 1000 Beschäftigte in
Bayern die Arbeit niedergelegt, in Baden-Württemberg seien rund 2500
Beschäftigte dem Streikaufruf gefolgt
Sollte sich über den Sommer keine Annäherung zwischen Arbeitgebern
und Gewerkschaften abzeichnen, erwägt verdi dem Sprecher zufolge
eine Ausweitung der Streiks nach den Ferien in den einzelnen
Bundesländern
Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
müssen in den nächsten Jahren rund 80 000 zusätzliche Erzieherinnen
eingestellt werden Andernfals würde das Krippenprogramm und mit ihm
die Umsetzung der Bildungspläne auf dem Spiel stehen
Im Kern fordern die Arbeitnehmervertreter einen
Gesundheitstarifvertrag sowie Entgelterhöhungen für die
Beschäftigten Zudem gehe es um die Eingruppierung der rund 50
Tätigkeitsfelder in die Berufsgruppe Erzieher und Sozialarbeiter
Am 19 Juni waren die Gespräche zwischen verdi und GEW sowie den
Arbeitgebern abgebrochen worden Zuvor hatten die Gewerkschaften ein
Angebot der VKA abgelehnt
ddpdjn/jwu/mwo
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