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Erfurt (ddp-lth) Der Verfassungsschutz schätzt die rechtsextreme
NPD vor der Landtagswahl trotz finanzieller Probleme als
kampagnenfähig ein. Offenbar werden die nach der Finanzaffäre der
Partei noch vorhandenen Mittel zum Großteil auf Thüringen
konzentriert, sagte ein Sprecher des Landesamts für Verfassungsschutz
am Freitag auf ddp-Anfrage. Die Partei war unlängst wegen
Unregelmäßigkeiten in einem Rechenschaftsbericht zu
Sanktionszahlungen in Millionenhöhe verurteilt worden.
Nach eigenen Angaben steht der NPD ein Budget von 160 000 Euro für
den Wahlkampf in Thüringen zur Verfügung Nach Einschätzung des
Verfassungsschutzes
wird die NPD mit dem «eher geringen Budget» gut
auskommen, da die Partei vorwiegend Materialkosten zu tragen habe.
Parteimitglieder und die parteilosen «Freien Kräfte» stellten ihre
Hilfe etwa beim Plakatieren kostenlos zur Verfügung.
Die NPD steht mit der Summe allerdings auch im Vergleich zu den
anderen kleinen Parteien im Freistaat nicht schlecht da Die
Thüringer Grünen müssen im Superwahljahr mit einem Budget von 180 000
Euro auskommen, wie Landesschatzmeister Michael Hoffeier sagte. «Das
ist nicht gerade üppig, aber wir kommen hin», fügte er hinzu. Die FDP
hat mit gut 100 000 Euro das wenigste Geld einkalkuliert.
Von den größeren Parteien im Land verfügt die CDU mit 1,2
Millionen Euro über das meiste Geld im Wahl Die SPD folgt mit 650
000 Euro. Die Linke hat 450 000 Euro veranschlagt. Nach Angaben der
Parteien haben sich die Summen im Vergleich zum Wahljahr 2004 nur
unwesentlich geändert.
(ddp)
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