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Erfurt (ddp-lth) Zur Thüringer Landtagswahl treten neun Parteien
an. Neben CDU, Linken, SPD, Grünen und FDP wurden am Freitag vier
weitere Parteien vom Landeswahlausschuss zugelassen. Wie
Landeswahlleiter Günter Krombholz mitteilte, sind das die NPD, die
Republikaner, die Freien Wähler und die ödp.
Um die Teilnahme hatten sich noch die Familien-Partei, die KPD,
die Thüringer Volksunion und die Partei Die Guten beworben Sie
bekamen offenbar nicht genügend Unterstützungsunterschriften
zusammen. Notwendig sind 1000 Unterschriften.
Damit wurden neun Landeslisten mit insgesamt 359 Bewerbern
zugelassen Zur Landtagswahl 2004
waren es 14 Landeslisten mit 358
Bewerbern. In Thüringen wird am 30. August ein neuer Landtag gewählt.
Unterdessen hat der Thüringer Verfassungsschutz die rechtsextreme
NPD trotz ihrer Finanzprobleme als kampagnenfähig eingestuft
Offenbar würden die nach der Finanzaffäre der Partei noch vorhandenen
Mittel zum Großteil auf Thüringen konzentriert, sagte ein Sprecher
des Landesamts für Verfassungsschutz. Die Partei war unlängst wegen
Unregelmäßigkeiten in einem Rechenschaftsbericht zu
Sanktionszahlungen in Millionenhöhe verurteilt worden.
Nach eigenen Angaben steht der NPD ein Budget von 160 000 Euro für
den Wahlkampf in Thüringen zur Verfügung Nach Einschätzung des
Verfassungsschutzes wird die NPD mit dem «eher geringen Budget» gut
auskommen, da die Partei vorwiegend Materialkosten zu tragen habe.
Parteimitglieder und die parteilosen «Freien Kräfte» stellten ihre
Hilfe etwa beim Plakatieren kostenlos zur Verfügung.
Die NPD steht mit der Summe allerdings auch im Vergleich zu den
anderen kleinen Parteien im Freistaat nicht schlecht da Die
Thüringer Grünen müssen im Superwahljahr mit einem Budget von 180 000
Euro auskommen, wie Landesschatzmeister Michael Hoffeier sagte. «Das
ist nicht gerade üppig, aber wir kommen hin», fügte er hinzu. Die FDP
hat mit gut 100 000 Euro noch weniger Geld einkalkuliert.
Von den größeren Parteien im Land verfügt die CDU mit 1,2
Millionen Euro über das meiste Geld im Wahlkampf Die SPD folgt mit
650 000 Euro. Die Linke hat 450 000 Euro veranschlagt. Nach Angaben
der Parteien haben sich die Summen im Vergleich zum Wahljahr 2004 nur
unwesentlich geändert.
(ddp)
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