|
Hannover (ddp-nrd) Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Brigitte
Pothmer hat sich angesichts der Immobiliengeschäfte von
Rechtsextremisten für ein NPD-Verbot ausgesprochen. Zwar würden damit
nicht alle Probleme des Rechtsextremismus gelöst, gleichwohl würde
ein Verbot die «dreckigen Geschäfte» der Rechten erschweren, sagte
Pothmer am Freitag in Berlin. Hintergrund des Vorstoßes von Pothmer
sind die Bemühungen des Hamburger Neonazi-Anwalts Jürgen Rieger
(NPD), in Faßberg bei Celle ein Hotel für seine Zwecke zu nutzen.
Mit dem erneuten und offenbar erfolgreichen Versuch Riegers diese
Immobilie zu erwerben, stelle sich verschärft die
Frage, worin
eigentlich die vom Land mehrfach angekündigte Hilfestellung für die
Kommunen liege «Es muss befürchtet werden, dass die Rechten mit
Tricks, Tücke und viel Geld zum Zuge kommen», sagte die
Grünen-Politikerin. Pothmer forderte die Landesregierung auf, alles
in ihrer Macht Stehende zur Verhinderung eines rechten
Schulungszentrums mit Aufmarschgelände zu tun.
Letztlich liefe aber alles auf die weiterhin ungeklärte Frage
eines neuerlichen NPD-Verbotsantrags hinaus «Solange Riegers Truppe
legal ist, kann er mit seinen Millionen machen was er will», sagte
Pothmer.
Der Landkreis Celle hatte zuvor mitgeteilt, dass der Eigentümer
der Immobilie, das Kaufangebot eines Investors zurückgewiesen hat
Dieser wollte das Landhaus Gerhus künftig als Pflegeheim nutzen. Es
sei bedauerlich, dass es trotz des «außerordentlichen Einsatzes der
öffentlichen Hand» zu keiner Einigung zwischen Investor und
Eigentümer gekommen sei, sagte Landrat Klaus Wiswe (CDU). Immer höher
getriebene «Fantasiepreise» könnten jedoch nicht erfüllt werden.
(ddp)
| |
|