|
Köln (ddp) Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher
Banken, Manfred Weber, hat den Gesetzentwurf zu den sogenannten Bad
Banks begrüßt Dies sei ein vernünftiger Ausgleich zwischen der
Bilanzentlastung und der Vermeidung der Lastenablagerung beim
Steuerzahler, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk Damit sei es
möglich, eine Kreditklemme zu vermeiden.
Positiv bewertete Weber zudem, dass sich mit dem «Gesetz zur
Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung» auch die Landesbanken
«gesundschrumpfen und Teile nicht mehr benötigter Geschäftsbereiche
auslagern« könnten Dadurch könnten diese Institute ihr Eigenkapital
»hochschrauben« und sich wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren
Mit Blick auf das Volumen sogenannter toxischer Wertpapiere
verwies Weber auf die Zahlen der Finanzmarktaufsicht, die von rund
200 Milliarden Euro ausgeht Zugleich betonte er jedoch, dass die
Märkte nicht funktionieren und eine Bewertung deshalb schwierig sei
Allerdings seien darunter seiner Auffassung nach auch hochwertige
Papiere, die in Zukunft »eventuell wieder hochgeschrieben« werden
könnten
Der aller Voraussicht nach am Freitag im Bundestag verabschiedete
Entwurf sei demnach ein »grundsätzlich geeignetes Instrument« Damit
sei die Branche gewappnet, für das was »im Jahresverlauf oder im
kommenden Jahr noch auf uns zu kommt» Es liegen noch einige Sorgen
vor uns, sagte Weber
(ddp)
|