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Osnabrück (ddp) Beim angeschlagenen Osnabrücker Autobauer Karmann
gibt es eine Entspannung der Lage Ein Forschungs- und
Entwicklungsauftrag in zweistelliger Millionenhöhe von Volkswagen
ermöglicht dem Unternehmen die Finanzierung einer
Transfergesellschaft, wie die «Neue Osnabrücker Zeitung
(Freitagausgabe) berichtet Das Besondere an dem Geschäft sei, dass
VW den Betrag in Vorkasse zahle, hieß es Erst durch die VW-Millionen
sei die Gründung einer Transfergesellschaft in letzter Minute möglich
geworden Ein Unternehmenssprecher wollte den Medienbericht auf
ddp-Anfrage nicht kommentieren.
Insolvenzverwalter Ottmar Hermann hatte in der zurückliegenden
Zeit vergeblich darauf gedrängt, dass Mercedes eine Forderung von
Karmann in Höhe von 40 Millionen Euro bezahlt Über das konkrete
Zustandekommen des Geschäfts mit VW verlautbarte nichts
Ein Sprecher der Staatskanzlei in Hannover sagte auf ddp-Anfrage,
die Landesregierung habe seit Beginn des Insolvenzverfahrens engsten
Kontakt zum Insolvenzverwalter und zu unterschiedlichen
Autoherstellern gehabt Dabei sei es um Beschäftigungssicherung durch
Entwicklungs- und Produktionsaufträge sowie die Finanzierung einer
weiteren Transfergesellschaft gegangen «Wir begrüßen, dass es dem
Insolvenzverwalter kurz vor Toresschluss gelungen ist, insbesondere
die Transfergesellschaft zu finanzieren, sagte der Sprecher
Wie am selben Tag verlautete, will Karmann will künftig mit der
Karmann E-Mobil GmbH sein Geschäft im Bereich Elektromobilität
bündeln Geschäftsführung und Insolvenzverwaltung der Wilhelm Karmann
GmbH beschlossen dazu die Gründung der neuen eigenständigen
Gesellschaft, wie ein Unternehmenssprecher sagte Die juristischen
Gründungsformalitäten seien eingeleitet worden
«Mit der Karmann E-Mobil übernehmen wir die
Herstellerverantwortung und wollen in eigener Regie sowohl Fahrzeuge
für den Personenverkehr als auch für den Wirtschaftsverkehr
konzipieren und vermarkten, sagte der Sprecher der Geschäftsführung
Peter Harbig Ausgestattet werde die neue Gesellschaft unter anderem
mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag
Am Montag war für Karmann beim Amtsgericht Osnabrück das
Insolvenzverfahren eröffnet worden Ziel ist die Fortführung des
Geschäftsbetriebs und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze Mit
der Gründung einer Qualifizierungsgesellschaft können die 1540
gekündigten Mitarbeiter des Automobilbauers auf Weiterbeschäftigung
in anderen Unternehmen hoffen
Bei dem Traditionsunternehmen Karmann wurden seit 1949 mehr als
3,3 Millionen Fahrzeuge gefertigt Gebaut wurden vor allem Cabrios
für Mercedes-Benz, Volkswagen, Audi und Ford Am 22 Juni war bei
Karmann mit einem Mercedes-Benz CLK 200 das letzte Fahrzeug vom Band
gefahren
ddpdjn/bei/rab
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