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Aktien Frankfurt: DAX kaum verändert im nachrichten- und umsatzarmen Handel
Freitag 3. Juli 2009, 14:44 Uhr

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der DAX hat sich am Freitag im nachrichten- und umsatzarmen Handel kaum verändert gezeigt. Der Leitindex sank bis zum Nachmittag um 0,11 Prozent auf 4.713,48 Punkte. Der TecDAX verlor 0,48 Prozent auf 620,07 Punkte. Der MDAX der mittelgroßen Werte gab um 0,98 Prozent auf 5.705,38 Zähler nach.

Mit minus 2,39 Prozent auf 40,06 Euro war der Titel des Salz- und Düngemittelspezialisten K+S schwächster DAX (Xetra: Nachrichten) -Wert. Der Konzern sieht sich inmitten der Wirtschaftskrise nach Übernahmezielen um, wie Vorstand Joachim Felker der "Börsen-Zeitung"
sagte. Allerdings seien hohe Übernahmepreise noch ein Problem, weshalb mit schnellen Schritten vorerst nicht zu rechnen sei.

Laut Kaufhof-Vorstandschef Lovro Mandac könnte die zu METRO (Xetra: 725750 - Nachrichten) gehörende Warenhauskette Galeria Kaufhof nach einer Übernahme 60 Karstadt- Warenhäuser direkt fortführen, wie er dem Wirtschaftsmagazin "Der Handel" sagte. Auf diesem Wege könnte ein Großteil der Arbeitsplätze gesichert werden. Am Markt überwogen die Sorgen über die daraus resultierenden Kosten: Die METRO-Aktie fiel um 2,29 Prozent auf 34,91 Euro.

Die Titel des Handels- und Touristikunternehmens Arcandor konnten von dieser Nachricht ebenfalls nicht profitieren, sondern büßten im MDAX (Xetra: Nachrichten) 5,77 Prozent auf 0,490 Euro ein. Hauptgrund für die Verluste war, dass die Druckereien die Produktion und Auslieferung des Quelle-Hauptkatalogs aus Sorge, auf den Kosten sitzenzubleiben, gestoppt haben. Der Katalog aber ist für das Überleben der Arcandor (Xetra: 627500 - Nachrichten) -Versandhandelstochter Quelle entscheidend.

Die Aktien der Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) erholten sich an der DAX-Spitze von ihren kräftigen Vortagsverlusten und stiegen um 2,34 Prozent auf 5,030 Euro. Auch die Anteilsscheine der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) zählten zu den Favoriten. Sie gewannen 1,43 Prozent auf 42,565 Euro. Nach dem 480 Milliarden-Euro-Rettungspaket wird den deutschen Banken erneut massiv geholfen. Sie können ihre Bilanzen nun im großen Stil von Risikopapieren befreien. Der Bundestag billigte die Gesetzespläne zur Errichtung sogenannter Bad Banks.

Von Studien wurden im MDAX die Titel von LANXESS (Xetra: 547040 - Nachrichten) und Symrise (Xetra: SYM999 - Nachrichten) bewegt. LANXESS gewannen 2,39 Prozent auf 18,42 Euro. Das Chemieunternehmen sei nach kräftigen Ergebniseinbrüchen auf dem Weg der Erholung und im Vergleich zu anderen Zyklikern gut aufgestellt, um von einer Erholung in den wichtigsten Absatzmärkten zu profitieren, glaubt Analyst Martin Dunwoodie von der Deutschen Bank. Er hob die Aktie daher von "Hold" auf "Buy" und das Kursziel von 16 auf 25 Euro. Symrise büßten nach einer Abstufung durch Morgan Stanley (NYSE: MS - Nachrichten) auf "Equal-weight" 4,72 Prozent auf 9,89 Euro ein.

Die Titel von Klöckner & Co (KlöCo) litten unter einer negativen Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) und verloren 1,10 Prozent auf 15,35 Euro. Diese hatte den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Stahlhändlers von "Stable" auf "Negative" gesenkt und dies mit den kurzfristig weiter schwierigen Handelsbedingungen im Sektor begründet. Auch seien die Chancen auf eine Erholung 2010 ungewiss./ck/gl

--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

 

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