FRANKFURT (dpa-AFX)
DEUTSCHLAND: - GUT BEHAUPTET - Nach dem Kurssturz am Vortag werden die
deutschen Aktienindizes am Freitag gut behauptet erwartet. Finspreads
taxierte den DAX (Xetra: Nachrichten) am Morgen
0,06 Prozent höher bei 4.721 Punkten - am Vortag hatte der deutsche Leitindex
3,81 Prozent verloren. Ein Börsianer sagte am Morgen: "Nach fast vier Prozent
Minus am Vortag dürfte eine Reaktion nach oben kommen - wegen des Feiertags
in den USA ist aber mit einem sehr ruhigen Geschäft zu rechnen." Die Schwäche
der Wall Street vom Vorabend sei bereits größtenteils in den Kursen
eingearbeitet und in Asien hielten sich die Abschläge noch in Grenzen. Der
Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor seit dem Xetra-Schluss am
Vortag, als er bei 8.275 Punkten stand, 0,22 Prozent. In Tokio lag der Nikkei
(Nachrichten)
-225-Index rund ein Prozent im Minus. Auf der Agende stehen keine potenziell
marktbewegenden Termine.
USA: - DEUTLICHE VERLUSTE - Unerwartet schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt
haben die Kurse an der Wall Street am Donnerstag stark ins Minus gedrückt. In
den Vereinigten Staaten war die Zahl der Beschäftigten im Juni überraschend
deutlich gesunken. Außerhalb der Landwirtschaft war die Beschäftigtenzahl im
Vergleich zum Mai um 467.000 zurückgegangen. Experten aber hatten lediglich
mit einem Rückgang um 363.000 Stellen gerechnet. Die Anleger seien nun
besorgt, dass sich die erhoffte wirtschaftliche Erholung verzögern könnte,
sagten Händler. Da die US-Börsen am Freitag (3.7.) wegen des am darauf
folgenden Samstag anstehenden Feiertages "Independence Day" geschlossen
bleiben, hatte das Arbeitsministerium die viel beachteten monatlichen
Arbeitsmarktdaten bereits an diesem Donnerstag veröffentlicht. Wegen
technischer Probleme schloss die Wall Street eine Viertelstunde später als
gewohnt.
JAPAN: - SCHWACH - Der Nikkei-225-Index hat sich am Freitag in der letzten
Handelsstunde schwach gezeigt. Die schwachen Daten zum US-Arbeitsmarkt hätten
die Vorsicht der Anleger mit Blick auf die weltweiten Konjunkturaussichten
wiederbelebt, hieß es von Marktbeobachtern.
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DAX 4.718,49 -3,81%
XDAX 4.714,55 -3,24%
EuroSTOXX 50 (Zürich: Nachrichten) 2.369,65
-3,27%
Stoxx50 2.075,97 -2,81%
DJIA 8.280,74 -2,63%
S&P 500 896,42 -2,91%
NASDAQ 100 (NASDAQ: Nachrichten) 1.446,28
-2,37%
Nikkei 225 9.772,26 -1,05% (7:15 Uhr)
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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL
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RENTEN: - SEITWÄRTSBEWEGUNG - Am deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am
Freitag mit einer Seitwärtsbewegung der Kurse. "Da der US-Markt heute wegen
des Independence Day geschlossenen bleibt, haben wir einen vergleichsweise
ruhigen Handelstag vor uns", schreibt die HSH Nordbank in einem
Morgenkommentar. Von europäischen Konjunkturdaten seien keine Impulse zu
erwarten. Den richtungsweisenden Euro-Bund-Future <FGBL092009F.DTB> sieht
die HSH Nordbank in einer Spanne von 121,20 bis 122,05 Punkten.
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Bund-Future 121,60 +0,54%
T-Note (Stockholm: NOTE.ST - Nachrichten) -Future
116,03 +0,32%
T-Bond-Future 116,00 +0,28%
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DEVISEN: - LEICHTE VERLUSTE - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Freitagmorgen
gegenüber dem Vorabend leichte Verluste hinnehmen müssen und ist zuletzt
wieder unter die Marke von 1,40 US-Dollar gefallen.
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(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD 1,3990 +0,28%
USD/Yen 95,94 +0,01%
Euro/Yen 134,24 +0,32%
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ROHÖL - WENIG VERÄNDERT - Nach erneut starken Kurseinbußen am Vortag haben
sich die Ölpreise am Freitag über der Marke von 66 Dollar halten können. Am
Donnerstag hatten sie nach einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus den
USA kräftig um über drei Dollar nachgegeben. Es war der dritte Tag in Folge
mit deutlichen Preisrückgängen am Ölmarkt. Nach Zahlen des amerikanischen
Arbeitsministeriums sind in den USA im Juni wesentlich mehr Stellen als
erwartet abgebaut worden. Die Arbeitslosenquote stieg infolgedessen auf ein
26-Jahres-Hoch. Experten deuteten die Zahlen als Indiz für eine anhaltend
schwache Ölnachfrage. Die USA sind der weltweit größte Ölverbraucher.
WTI (NYMEX) 66,79 +0,06 USD (7:15 Uhr)
/gl
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