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London (BoerseGo.de) - Langfristig kann der Ölpreis wieder auf 100 US-Dollar pro Fass steigen, vermutet der Fondsmanager John Coyle von der britischen Investmentgesellschaft Schroders. Zwischen Juni und September 2009 sei wegen einer möglichen US-Dollar-Rallye eine Schwächeperiode zu erwarten, so dass die Energiewerte um zehn bis 15 Prozent nachgeben könnten. Bis zum Ende des Jahres 2009 dürfte sich der Ölpreis dann aber wieder in Richtung des Preisziels von Saudi-Arabien bei 75 US-Dollar pro Fass bewegen, schreibt Coyle in einem aktuellen Marktkommentar. "Auf Sicht von 16 bis 18 Monaten sollte der Preis dann in einer Spanne von 50 bis
90 US-Dollar pro Fass schwanken, flankiert von einer graduellen Nachfrageerholung und anhaltenden Kürzungen der OPEC-Produktion, wodurch der Überhang bei den Ölvorräten abgebaut wird." Durch die hohe Überschusskapazität (allein in Saudi-Arabien von mehr als vier Millionen Fass pro Tag) sei das Aufwärtspotenzial zunächst allerdings noch begrenzt. Bei einer zu erwartenden Erholung der Weltwirtschaft in etwa 18 bis 36 Monaten werde aber auch die Energienachfrage wieder deutlich wachsen. Zahlreichen Investitionskürzungen und Projekteinstellungen in der Ölindustrie bis dahin könnten zu Angebotsengpässen führen, so dass der Ölpreis zeitweise auch wieder über 100 US-Dollar pro Fass ansteigen könnte, so Coyle.
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