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EMFIS
Chinas Agrarsektor steht vor dem Comeback
Freitag 3. Juli 2009, 12:32 Uhr

Liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie wissen, erlebten die Rohstoffmärkte in den letzten Monaten eine enorme Hausse. Vor allem die konjunktur-abhängigen Rohstoffe, seien es nun Öl, Kohle, Kupfer oder Eisenerz, sind wieder stark gestiegen. Dabei ist von einer globalen Konjunkturerholung nicht die geringste Spur zu sehen. Stattdessen prognostizieren Organisationen wie die Weltbank oder der IWF, dass die Weltwirtschaft auch 2009 deutlich schrumpfen wird.

Die wenigsten Rohstoffbullen glauben an eine schnelle Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr. Um die steigenden Notierungen zu begründen, wird stattdessen fast immer das Wachstum

in China bemüht. Und in der Tat: Zwar hat selbst Chinas Wachstum in der Krise eine Schramme abbekommen, doch das Bruttoinlandsprodukt stieg dort auch im ersten Quartal 2009 noch um über 6 Prozent. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass das chinesische Wachstumsziel von 8 Prozent im Gesamtjahr erreicht wird. Chinas weiterhin hohe und noch steigende Nachfrage nach Energie und Baumaterialien ist demnach zu Recht das beste Argument der Rohstoffoptimisten.

Bemerkenswert ist allerdings, dass das China-Argument an den Agrarrohstoffen bisher vorbeigegangen ist. In der letzten Phase der Rohstoffrallye 2008 wurde um Mais, Reis und Palmöl noch ein riesiger Hype veranstaltet. Neben der viel bemühten Story nachwachsende Energierohstoffe waren es auch hier die immer wohlhabender werdenden Asiaten, die die Preise nach oben trieben. Nicht zuletzt der stark steigende Fleischkonsum der wachsenden chinesischen Mittelschicht hat dazu geführt, dass wahre Horrorszenarien von globalen Versorgungskrisen und einer Preisexplosion bei den Grundnahrungsmitteln an die Wand gemalt wurden. Das Interessante daran: An den Voraussetzungen für diese Szenarien hat sich bis heute grundsätzlich nichts geändert es waren lediglich die durch die Wirtschaftskrise bedingten Kaufkraftverluste, die die Preise vorübergehend nach unten gedrückt haben.

Sie erinnern sich vielleicht: Noch im Februar und März 2008 hatten wir in China bei Fleisch und Frischgemüse Preissteigerungsraten von über 20 Prozent und zwar beim Endverbraucher. Es waren nicht etwa die Energie- und Metallpreise, sondern die Lebensmittelpreise, die die chinesische Zentralbank dazu gezwungen haben, der Wirtschaft den Geldhahn abzudrehen. Inzwischen sind die Nahrungsmittelpreise dort wieder deutlich zurückgegangen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser Trend wieder umkehren wird.

Chinas Agrarsektor hat sich bei weitem nicht so stark erholt wie die übrigen Marktsegmente. Auch die Aktien aus diesem Sektor hinken bisher deutlich hinterher. Sie sind immer noch billig zu haben jetzt besteht Aufholbedarf. In jedem Fall sind Sie als Anleger dort besser aufgehoben, als im teilweise schon heißgelaufenen Energie- und Stahlsektor. In der ASIEN-TRENDS-Ausgabe KW 23 haben wir Ihnen bereits die Aktie eines großen chinesischen Fleischproduzenten zum Kauf empfohlen, der von der erwarteten Erholung der Fleischpreise überdurchschnittlich profitieren sollte. In unserer heutigen Ausgabe stellen wir Ihnen ein weiteres hochinteressantes chinesisches Agrarunternehmen vor.

Sobald Chinas Agrarsektor wieder anspringt, können Sie dort als Investor (Stockholm: INVE-B.ST - Nachrichten) eine reiche Ernte einfahren. Nutzen Sie dazu die Empfehlungen von ASIEN-TRENDS.

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