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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Bei äußerst dünnen Umsätzen haben die deutschen Aktienindizes am letzten Handelstag der Woche schwächer geschlossen. Nach dem Kursrutsch am Donnerstag verlor der DAX (Xetra: Nachrichten) 0,22 Prozent auf 4.708,21 Punkte. Der MDAX gab daneben 1,04 Prozent ab auf 5.701,98 Zähler. Beim SDAX war ein Minus von 1,32 Prozent auf 2.853,47 Punkte auszumachen. Der TecDAX fiel gleichzeitig um 0,73 Prozent zurück auf 618,50 Zähler. Der Bund Future verlor zuletzt 0,05 Prozent auf 121,54 Stellen.
Belastet von schwachen Daten vom Arbeitsmarkt hat die Wall Street
am Donnerstag kräftig Federn gelassen. Wegen des Feiertags "Independence Day" am Samstag findet am Freitag in New York kein Handel statt. Am Montag wird in Deutschland der Dienstleistungsindex für den Monat Juni erwartet. Am Nachmittag dürfte der in den USA zur Veröffentlichung anstehende ISM-Dienstleistungsindex im Fokus stehen.
Für die Aktien der beiden Bankhäuser Commerzbank und Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) ging es gegen den Trend um 2,8 bzw. um 1,7 Prozent nach oben. Daneben verbesserten sich die Deutsche Börse um 0,7 Prozent und Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) um 2,1 Prozent. Die Wolfsburger wollen einem Pressebericht zufolge in vier Jahren in den Massenmarkt der Elektroautos einsteigen.
Mit einem Minus von 1,8 Prozent zählten ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) dagegen zu den größten Verlierern. Dabei hat die Konzernsparte Technologies einen U-Boot-Großauftrag aus der Türkei erhalten. Demnach wurde die zu der Sparte gehörende Howaldtswerke-Deutsche Werft sowie die MarineForce in London mit der Lieferung von sechs Materialpaketen zum Bau von U-Booten der Klasse 214 an die Türkei beauftragt. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben. MAN fielen daneben um 1 Prozent zurück, obwohl das Unternehmen von der Bremer Straßenbahn einen Auftrag zur Lieferung von 60 Stadtlinienbussen erhalten hat. Auch hier wurden keine finanziellen Einzelheiten veröffentlicht.
Wie der Energieriese RWE (-1 Prozent) mitteilte, hat RWE Dea eine Niederlassung in Baku in Aserbaidschan eröffnet, um die Aktivitäten in dem Land zu intensivieren. Aserbaidschan spiele als Energie exportierendes Land eine wichtige Rolle bei der Realisierung der geplanten Nabucco-Pipeline. Die Pipeline soll die kaspischen Erdgasvorkommen mit Europa verbinden. RWE (Xetra: 703712 - Nachrichten) ist einer der sechs Anteilseigner des Nabucco-Pipeline-Konsortiums. Bei Titeln des Mitbewerbers E.ON schlug ein Minus von 1,2 Prozent zu Buche. In einer Pressemitteilung hat E.ON die weitere Liberalisierung des russischen Strommarktes begrüßt. So sind seit dem 1. Juli 2009 weitere 20 Prozent des Strommarktes für den Handel frei gegeben. Insgesamt werden jetzt 50 Prozent der Strompreise für Groß- und Industriekunden in Russland über Marktmechanismen festgelegt. Schwächster Wert im DAX waren METRO (Xetra: 725750 - Nachrichten) mit einem Minus von 2,5 Prozent. K+S (Xetra: 716200 - Nachrichten) verloren 2,1 Prozent.
Papiere des im MDAX (Xetra: Nachrichten) gelisteten Spezialchemiekonzerns LANXESS gewannen nach einer positiven Analystenstudie 1,5 Prozent. Zum Spitzenreiter avancierte die HRE (+4,1 Prozent). Deutliche Abschläge prägten das Bild mitunter bei Symrise (-5,9 Prozent) und TUI (-4 Prozent).
Die im TecDAX notierte Software AG hat ihre Marktposition in der Schweiz durch die Übernahme der Teconomic AG im Bereich IT-Beratung und -Lösungen für den europäischen Finanzsektor deutlich ausgebaut. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Die Aktie schloss mit 0,4 Prozent im Minus. Am Indexende knickten Roth & Rau um 4 Prozent ein. Daneben kamen United Internet (Xetra: 508903 - Nachrichten) und Rofin-Sinar um jeweils 3,9 Prozent zurück. Unterdessen tummelten sich AIXTRON (Xetra: AIX.DE - Nachrichten) mit einem satten Zuwachs von 5,5 Prozent an der Spitze.
DAX: 4.708,21 (-0,22 Prozent) MDAX: 5.701,98 (-1,04 Prozent) SDAX (Xetra: Nachrichten) : 2.853,47 (-1,32 Prozent) TecDAX: 618,50 (-0,73 Prozent) (03.07.2009/ac/n/m)
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