|
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Länderbörsen fanden heute keine einheitliche Richtung und gingen teilweise mit Verlusten, teilweise mit Gewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann heute 0,29 Prozent auf 2.376,48 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 schloss nahezu unverändert bei 2.077,28 Zählern. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 fiel um 0,05 Prozent auf 538,84 Indexpunkte zurück.
Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel lag nach vorläufigen Angaben des Statistikamtes Eurostat im Mai unter dem Vormonatsniveau. So fiel der saison- und arbeitstäglich bereinigte
Absatz in der Eurozone um 0,4 Prozent und in der EU27 um 0,5 Prozent. Nach enttäuschenden Daten vom Arbeitsmarkt ist die Wall Street am Vorabend kräftig abgesackt. Wegen des Feiertags "Independence Day" am Samstag bleiben die US-Börsen heute geschlossen.
Der Bergbaukonzern BHP Billiton hat sich von der in Australien gelegenen Yabulu Nickel-Raffinerie getrennt. Im Zuge der Veräußerung erwartet das Unternehmen negative Einmalbelastungen aus Abschreibungen in Höhe von 500 Mio. Dollar sowie negative steuerliche Einmaleffekte in Höhe von 175 Mio. Dollar. Die im britischen FTSE 100 gelistete Aktie verlor 1,41 Prozent. Schwächer entwickelten sich unter anderem Kazakhmys (London: KAZ.L - Nachrichten) (-2,46 Prozent), Vedanta (-1,37 Prozent) und Anglo American (London: AAL.L - Nachrichten) (-1,15 Prozent). Papiere von British Airways (London: BAY.L - Nachrichten) gewannen als Spitzenreiter gut 6 Prozent. Wie der Luftfahrtkonzern erklärte, wurden im Berichtsmonat Juni insgesamt 2,930 Millionen Passagiere befördert, was einem Minus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 3,082 Millionen Passagieren entspricht. Daneben rücken mitunter Barclays (London: BARC.L - Nachrichten) um 2,73 Prozent und Thomas Cook um 1,37 Prozent vor. Anteilsscheine der Bank of Ireland (Dublin: BIR.IR - Nachrichten) konnten im breiten Markt leicht zulegen. Das Geldhaus geht für das laufende Fiskaljahr von weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen aus. Dem weiterhin unsicheren Gesamtumfeld will man durch konsequente Einsparungen begegnen. Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce hat von Turkish Airlines einen Auftrag im Volumen von 470 Mio. Dollar erhalten. Den Angaben zufolge hat die türkische Fluggesellschaft Triebwerke vom Typ Trent 700EP für seine Airbus A330 Maschinen bestellt. Titel von Rolls Royce (London: RR.L - Nachrichten) verloren heute 1,20 Prozent.
Im Schweizer SMI verloren Anteile des Pharmakonzerns Roche 0,61 Prozent, nachdem das Unternehmen am Vorabend positive Studiendaten für das Augenmedikament Lucentis bekannt gegeben hat. Das Sicherheitsprofil von Lucentis habe den bisherigen Erfahrungen entsprochen und es seien keine neuen auf die Anwendung von Lucentis zurückzuführenden unerwünschten Ereignisse beobachtet worden. Zudem wurde der primäre Endpunkt der Phase-III-Studie erreicht. Etwas fester präsentierte sich unter anderem das Schwergewicht Nestlé. Bâloise verlieren als Schlusslicht 2,19 Prozent. Außerdem machten die Anleger einen weiten Bogen um ABB (Virt-X: ABBN.VX - Nachrichten) und Swatch.
Die österreichische BRAIN FORCE HOLDING AG hat ihre 30 Prozent-Beteiligung an der amerikanischen KEMP Technologies für 500.000 Dollar Cash (rund 357.000 Euro) an die Gesellschaft zurückverkauft. Gleichzeitig wurde die KEMP-Wandelanleihe aufgelöst. BRAIN FORCE (Xetra: 919331 - Nachrichten) erzielt dadurch einen Buchgewinn von rund 357.000 Euro und verzeichnet einen nicht mehr erwarteten Zahlungsmitteleingang aus diesem Titel. Die Aktie von BRAIN FORCE ging heute unverändert aus dem Handel.
An der Spitze des französischen Leitindex CAC40 rangierten Anteile des Nahrungsmittelkonzerns Danone. Hier war ein Plus von fast 3 Prozent auszumachen. EDF (Paris: FR0010242511 - Nachrichten) sackten dagegen um 4,50 Prozent ab. Air France (Paris: FR0000031122 - Nachrichten) -KLM (-0,77 Prozent), Vallourec (-1,85 Prozent) und PPR (Paris: FR0000121485 - Nachrichten) (-1,47 Prozent) verloren hingegen an Wert.
Wie der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson mitteilte, wurde er von den drei großen chinesischen Telekombetreibern China Mobile, China Unicom (0762.HK - Nachrichten) und China Telecom damit beauftragt, ihnen Fixed Broadband-Zugang zur Verfügung zu stellen. Ericsson (Stockholm: ERIC-B.ST - Nachrichten) fallen im OMX Nordic 40 fast zwei Prozent zurück.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.376,48 (+0,29 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.077,28 (+0,06 Prozent) EURONEXT 100: 538,83 (-0,05 Prozent) FTSE 100 (London): 4.236,28 (+0,05 Prozent) CAC40 (Paris: Nachrichten) (Paris): 3.119,51 (+0,10 Prozent) MIB (Mailand): 18.942,22 (+0,07 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 9.707,80 (+0,67 Prozent) SMI (Zürich): 5.338,51 (-0,31 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.067,84 (-1,50 Prozent) (03.07.2009/ac/n/m)
|
|
|