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AFP Deutsche Bank bespitzelte offenbar Aufsichtsrat und Vorstand
von AFP
Samstag 4. Juli 2009, 16:17 Uhr
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Die Deutsche Bank hat einem Bericht des "Spiegel" zufolge einen ehemaligen Gewerkschaftsvertreter in ihrem Aufsichtsrat und Vorstände des Unternehmens von einer Detektei bespitzeln lassen. Gerald Herrmann von der Gewerkschaft Verdi habe im Verdacht gestanden, 2001 Geschäftszahlen an eine Nachrichtenagentur gegeben zu haben, berichtete der "Spiegel" vorab unter Berufung auf einen Prüfbericht einer Anwaltskanzlei. 2006 wurden demnach auch Vorstände bespitzelt. Die Deutsche Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Sie wolle den Ergebnissen der Prüfung der Finanzaufsicht nicht vorgreifen, sagte ein Sprecher.
Die
Deutsche Bank hatte Ende Mai mögliche Datenschutzverstöße in früheren Jahren eingeräumt. Sie informierte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die eine Sonderprüfung anordnete. Die Ergebnisse dieser Prüfung liegen noch nicht vor.
Der "Spiegel" berichtete, die Vorstände seien bespitzelt worden, weil sie in dem Verdacht gestanden hätten, Kontakte zum ehemaligen Medienunternehmer Leo Kirch zu unterhalten. Kirch überzieht die Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) seit dem Zusammenbruch seiner Firmengruppe, für die er das Institut verantwortlich macht, mit Klagen.
Die Betroffenen seien von der Bank über die Datenschutzverstöße informiert worden, berichtete der "Spiegel". Demnächst solle der Aufsichtsrat in einer Sondersitzung über die Ergebnisse der internen Prüfung unterrichtet werden.
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