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Landau (ddp) Die neue Vorsitzende des Verwaltungsrates der
Bundesagentur für Arbeit (BA), Annelie Buntenbach, hat von der
Bundesregierung Steuergelder statt Kredite zur Deckung des zu
erwartenden Defizits verlangt. Das in Aussicht gestellte Darlehen in
Höhe von 20 Milliarden Euro würde die Bundesagentur dauerhaft in die
Schuldenfalle treiben, warnte Buntenbach in der «Rheinpfalz am
Sonntag» aus Landau. Wenn für die Banken aus Steuergeldern ein
Schutzschirm finanziert werde, «muss das erst recht für die sozialen
Sicherungssysteme und die Opfer der Finanzmarktkrise möglich sein»,
betonte das DGB-Vorstandsmitglied.
Buntenbach
verwies darauf, dass die bestehenden 17 Milliarden Euro
Rücklagen aus Beitragsmitteln für Kurzarbeit und Qualifizierung bald
aufgebraucht seien Was darüber hinaus erforderlich sei, «muss die
Bundesregierung mit Steuergeldern ausgleichen», sagte Buntenbach, die
seit 1. Juli als Arbeitnehmervertreterin dem Verwaltungsrat vorsteht
und sich das Amt mit den Arbeitgebern im Jahresrhythmus teilt. Sollte
es bei der Kreditlösung bleiben, «besteht die Gefahr, dass die
Politik schon bald Leistungen für Arbeitslose kürzt», sagte
Buntenbach voraus.
Nach den Worten von Buntenbach hat der DGB die Koalition
ausdrücklich vor den Risiken einer Beitragssatzsenkung zur
Arbeitslosenversicherung auf 2,8 Prozent gewarnt Nun müsse die
Koalition für diese politische Entscheidung auch die Konsequenzen
tragen. Da sei das mindeste, die Bundesagentur nicht in die
Schuldenfalle zu manövrieren, «aus der sie mit eigener Kraft nie
wieder herauskommen kann».
(ddp)
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