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Berlin (ddp.djn). Die Mobilfunkbranche in Europa muss sich einem
Medienbericht zufolge auf eine stärkere Regulierung einstellen. Das
sagte die EU-Kommissarin für Telekommunikation und Medien, Viviane
Reding, der «Welt am Sonntag» laut Vorabbericht. Reding hatte den
Mobilfunkern ein Ultimatum bis zum 1. Juli gestellt, um die Preise
für das Verschicken von SMS-Kurznachrichten aus dem Ausland und für
die Nutzung von Datenverbindungen zu senken. «Die SMS-Roaming-Preise
sind seit Januar gerade einmal von 29 auf 28 Eurocent gesunken»,
resümierte Reding nun. Dies sei ein «Armutszeugnis
für die
Selbstregulierungskräfte der Branche».
Reding will dagegen nun vorgehen. «So werde ich jetzt wohl
zusammen mit dem Europaparlament und dem europäischen Ministerrat
eine Verordnung zur Senkung dieser Tarife erarbeiten müssen», sagte
sie dem Blatt. Klare Vorgaben, wie weit die Preise sinken müssen,
machte sie nicht. «Gerade habe ich ein Schreiben des dänischen
Telekom-Ministers erhalten, der vorschlägt, die SMS-Preise im
EU-Ausland per Verordnung auf fünf Eurocent zu drücken. Das ist
interessant», sagte sie.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Reding Obergrenzen für
sogenannte Roaming-Gebühren festgelegt, weil die Mobilfunkunternehmen
die Tarife für Handygespräche im Ausland nicht schnell genug gesenkt
hatten.
ddp.djn/rab/uge
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