|
Oberursel (aktiencheck.de AG) - Die Utimaco Safeware AG (ISIN DE0007572406/ WKN 757240), ein Hersteller von Datensicherheitslösungen, meldete am Freitag, dass Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft heute ihre gemeinsame Stellungnahme gemäß § 27 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Sophos Holdings GmbH vom 21. August 2008 veröffentlicht haben. Sophos hat den Utimaco-Aktionären darin angeboten, sämtliche Aktien der Gesellschaft zu je 14,75 Euro in bar zu übernehmen.
Den Angaben zufolge halten Vorstand und Aufsichtsrat nach Prüfung der Angebotsunterlage die von Sophos
angebotene Gegenleistung in Höhe von 14,75 Euro je Aktie für angemessen. Diese Einschätzung werde durch die Fairness Opinion der von Utimaco beauftragten unabhängigen Investmentbank Jefferies International Ltd. bestätigt.
Zudem sind Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass das Angebot den Interessen der Gesellschaft gerecht wird. Die Utimaco-Gremien erwarten auch nach einer Übernahme durch Sophos keine grundlegenden Änderungen der erfolgreichen Produktstrategie des Unternehmens. Die Produktlinien von Sophos und Utimaco würden sich ergänzen und Sophos plane, dass Utimaco den Mittelpunkt eines neuen Geschäftsbereiches bilde, der sich speziell auf das Geschäftsfeld Information Protection konzentriere. Durch die Zusammenführung beider Unternehmen soll ein bedeutender Anbieter im Markt für Sicherheitslösungen geschaffen werden, hieß es.
Vorstand und Aufsichtsrat weisen in diesem Zusammenhang aber auch auf die in den Angebotsunterlagen der Sophos genannten Angebotsbedingungen hin, in denen u.a. die Bedingung formuliert ist, dass keine Untersagung des Erwerbs von 25 Prozent oder mehr der Stimmrechte an der Utimaco Safeware AG (Xetra: 757240 - Nachrichten) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erfolgt.
Vor dem Hintergrund der derzeit noch offenen Frage, ob im Falle einer Meldung des Erwerbs nach dem Außenwirtschaftsgesetz durch Sophos das BMWi den geplanten Erwerb untersagt oder von einer Untersagung absieht oder unter Auflagen zulässt, sowie der daraus resultierenden Transaktionsunsicherheit können Vorstand und Aufsichtsrat keine Empfehlung für die Annahme oder Nichtannahme des Angebots abgeben. Sowohl die Annahme als auch die Nichtannahme im vorliegenden Fall könnte Nachteile für die Aktionäre der Utimaco Safeware AG nach sich ziehen, hieß es weiter.
Die Aktie von Utimaco Safeware verliert aktuell 0,97 Prozent auf 14,25 Euro.
(05.09.2008/ac/n/nw)
|