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Aktien Frankfurt Schluss: Freundlicher Wochenauftakt, Volkswagen sprintet nach vorne
Montag 5. Oktober 2009, 18:07 Uhr

 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte konnten am ersten Handelstag der Woche nach abwechslungsreichem Verlauf fester in die neue Woche starten. Nach behauptetem Start schloss der DAX (Xetra: Nachrichten) mit einem Plus von 0,75 Prozent bei 5.508,85 Punkten. Der MDAX verbesserte sich um 1,08 Prozent auf 7.069,43 Punkte, während der SDAX (Xetra: Nachrichten) um 0,08 Prozent auf 3.428,43 Zähler zulegen konnte. Der TecDAX verbuchte ein Plus von 1,60 Prozent auf 731,62 Punkte. Beim Bund-Future ist ein Plus von 0,03
Prozent auf 122,71 Punkte auszumachen.

Nachdem die US-Börsen am Freitag nach schwachen Arbeitsmarktdaten leichter geschlossen hatten, konnten die US-Leitindices zu Handelsbeginn mit Zugewinnen aufwarten. Nachdem vor allem US-Bankwerte dank positiver Analystenkommentare gefragt waren, sorgte auch der besser als erwartet ausgefallene ISM-Service-Index für Auftrieb. Zum Xetra-Schluss verzeichneten die US-Börsen deutlichere Zugewinne. Der Dow Jones legte um rund 0,6 Prozent zu, während der Nasdaq Composite (NASDAQ: Nachrichten) rund 1 Prozent fester notierte.

Am morgigen Dienstag stehen auf der Unternehmensseite unter anderem die Verkehrszahlen von Air Berlin (Xetra: AB1000 - Nachrichten) sowie die Geschäftszahlen von Tesco (London: TSCO.L - Nachrichten) an. Am Nachmittag legt Pepsi Bottling seine Quartalsbilanz vor. Auf der Konjunkturseite stehen in Europa und den USA keine marktbewegenden Daten an.

An der Spitze rangierte fast über den gesamten Handelsverlauf die Aktie von Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) (+4 Prozent). Presseangaben zufolge will Porsche (Xetra: POR3.DE - Nachrichten) seine Pkw-Palette gemeinsam mit VW verbreitern. Demnach seien ein neues preiswerteres Einstiegsmodell unterhalb des Boxsters sowie ein kompakter Geländewagen denkbar. Auch MAN war über den gesamten Tagesverlauf mit an der Spitze zu finden und legte teilweise mehr als 3 Prozent zu. Auch Infineon waren dank positiver Analystenstimmen mit an der Spitze zu finden. Nach den teilweise recht deutlichen Abschlägen der vergangenen Handelstage präsentierte sich die Commerzbank (Xetra: 803200 - Nachrichten) erholt. Auch die Deutsche Post (Xetra: 555200 - Nachrichten) , Bayer (Xetra: 575200 - Nachrichten) , METRO (Xetra: 725750 - Nachrichten) und Deutsche Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) waren unter den größten Gewinnern zu finden.

Die Deutsche Bank wies nach zwischenzeitlichen Verlusten am Ende Zugewinne aus. Einem Medienbericht zufolge beschleunigt das Geldhaus die Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim. Demnach werde die Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) noch in diesem Monat die Mehrheit an der Privatbank übernehmen. Dabei werde die Großbank voraussichtlich eine Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen, höchstens aber 75 Prozent. Bislang galt eine Beteiligung von bis zu 45 Prozent als wahrscheinlich.

Am unteren Ende waren vor allem Automobilwerte zu finden, wobei BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) und Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) jeweils teilweise mehr als 1 Prozent hinten lagen. Bei BMW belasteten negative Analystenkommentare, während Daimler trotz einer Kaufempfehlung schwächer tendierte. Auch die Münchener Rück (Xetra: 843002 - Nachrichten) kam trotz einer Kaufempfehlung nicht recht in Fahrt und gab leicht ab.

Leicht schwächer präsentierte sich zunächst auch die Aktie von Beiersdorf (Xetra: 520000 - Nachrichten) . Einem Medienbericht zufolge erreicht der Konsumgüterkonzern die Einsparungen aus der Übernahme des US-Konkurrenten National Starch. In diesem Jahr erwarte das Unternehmen aus der Integration bereits Einsparungen von 150 Mio. Euro. Insgesamt erwarte Henkel (Xetra: 604840 - Nachrichten) aus der Integration von National Starch Einsparungen in Höhe von 250 Mio. Euro. Damit sei man mit den für dieses Jahr anvisierten Einsparungen von 150 Mio. Euro nach Aussage des Henkel-Chef Kasper Rorsted bei der Hebung von Synergien weiter als geplant. Am Ende konnte sich der Wert noch in die Pluszone retten.

Uneinheitlich präsentierte sich die Aktie von ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) . Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, übernimmt die WISAG die ThyssenKrupp Industrieservice GmbH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Oktober 2009. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Nach leichten Gewinnen rutschte der Wert am Ende in die Verlustzone.

In der zweiten Reihe konnten LEONI (+2,2 Prozent) teilweise mehr als 3 Prozent zulegen, nachdem der Aufsichtsrat den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Probst vorzeitig für fünf Jahre verlängert hatte. Auch der Triebwerksspezialist MTU verzeichnete Aufschläge, nachdem man von den US-Streitkräften einen Wartungsauftrag an Land ziehen konnte. Am Ende konnte sich der Triebwerkshersteller mit Zugewinnen von 4 Prozent zeitweise die Spitze im MDAX (Xetra: Nachrichten) sichern, fiel dann aber hinter BAUER und Wacker Chemie (Xetra: WCH888 - Nachrichten) zurück. Gefragt waren daneben auch Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 (+0,9 Prozent). Der Konzern hat ein Lizenzabkommen mit der Twentieth Century Fox Television abgeschlossen. Laut der Pressemitteilung sichere man sich im Zuge der Vereinbarung ab 2010 exklusiv die Free-TV-Rechte an zahlreichen Hollywood-Blockbustern und US-Serien für die Sender in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Daneben waren bei der Aareal Bank (Xetra: 540811 - Nachrichten) leichte Aufschläge von 0,6 Prozent zu verzeichnen. Der Finanzkonzern sieht sich Presseangaben zufolge auch nach dem dritten Quartal voll auf Kurs und erwartet keine negativen Überraschungen. Am unteren Ende hatten Heidelberger Druck (Xetra: 731400 - Nachrichten) unter Gewinnmitnahmen zu leiden und gaben mehr als 4 Prozent ab.

Im TecDAX befanden sich MediGene (Xetra: 502090 - Nachrichten) mit Aufschlägen von mehr als 4,4 Prozent mit am oberen Ende. Der Biotechnologiekonzern hat vom Europäischen Patentamt ein umfangreiches Patent auf das Herstellungsverfahren für den Medikamentenkandidaten EndoTAG-1 erhalten. Wie außerdem bekannt wurde, hat man von der britischen Arzneimittelbehörde MHRA eine positive Rückmeldung auf die durchgeführten Labortests mit dem Medikamentenkandidaten RhuDex zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis erhalten. Zum Handelsschluss musste MediGene AIXTRON (+8 Prozent) und Nordex den Vortritt lassen und fiel auf Rang drei zurück.

Auch die Expansionspläne von SolarWorld (Xetra: 510840 - Nachrichten) stießen bei vielen Anlegern auf Zustimmung. Wie der Solarkonzern bekannt gab, errichtet er am Standort Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon bis 2011 eine neue Fertigung zur Herstellung von kristallinen Solarstrommodulen mit einer Kapazität von 350 Megawatt (MW). Zusammen mit der Expansion des europäischen Standortes Freiberg/Deutschland werde SolarWorld konzernweit bis 2011 über Produktionskapazitäten von mehr als einem Gigawatt (GW) verfügen, hieß es weiter. Am Ende musste der Wert aufgrund negativer Analystenkommentare einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben und schloss mit Zugewinnen von mehr als 2,4 Prozent.

Am Indexende mussten Anteilsscheine von Drillisch (Xetra: 554550 - Nachrichten) teilweise mehr als 4 Prozent abgeben. Auch Pfeiffer Vacuum (-2,7 Prozent) sowie Bechtle (-2,6 Prozent) mussten deutlichere Minuszeichen ausweisen.

DAX: 5.508,85 (+0,75 Prozent) MDAX: 7.069,43 (+1,08 Prozent) SDAX: 3.428,43 (+0,08 Prozent) TecDAX: 731,62 (+1,60 Prozent) (05.10.2009/ac/n/m)

 
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