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dpa
FBI nimmt in Insider-Affäre 14 Verdächtige fest
Donnerstag 5. November 2009, 17:05 Uhr

FBI nimmt in Insider-Affäre 14 Verdächtige fest
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New York (dpa) - Neue Dimension der spektakulären Insider-Affäre an der Wall Street: In einer konzertierten Aktion hat die US- Bundespolizei FBI 14 weitere Verdächtige festgenommen.

Insgesamt beschuldigen die Ermittler damit schon 20 Personen der Hedgefonds-Branche, an illegalen Aktiengeschäften mit Gewinnen in Millionenhöhe beteiligt gewesen zu sein. Es ist der mutmaßlich größte Skandal dieser Art in der Geschichte der kaum kontrollierten Branche.

Unter den festgenommenen Personen seien neben Finanzprofis der Wall Street auch Anwälte, teilte die New Yorker Staatsanwaltschaft am
Donnerstag laut dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg mit. Neben dem FBI sei auch die US-Börsenaufsicht SEC an den Ermittlungen beteiligt.

Die Bombe platze erstmals vor rund drei Wochen mit der Festnahme von sechs Beschuldigten. Alle bestreiten die Vorwürfe. Im Zentrum steht der aus Sri Lanka stammende Finanzmanager Raj Rajaratnam mit dem von ihm gegründeten Galleon Fonds. Die Verdächtigen sollen insgesamt 20 Millionen Dollar unerlaubte Gewinne eingestrichen haben.

Die Behörden hatten bereits angekündigt, dass weitere Festnahmen folgen könnten. Ihre Ermittlungen erstrecken sich nicht nur auf das Netzwerk um den Galleon-Fonds. Durch die Untersuchungen kamen sie auch anderen mutmaßlichen Insider-Fällen auf die Spur. Der 52-jährige Rajaratnam ist derzeit gegen eine Kaution von 100 Millionen Dollar auf freiem Fuß.

Das Handeln mit Aktien aufgrund geheimer Vorab-Informationen (Insiderwissen) ist verboten, weil es andere Anleger benachteiligt. Die Beschuldigten sollen zum Beispiel vor der Veröffentlichung neue Unternehmenszahlen zugespielt bekommen haben. So hätten sie gewusst, wie sich die Kurse voraussichtlich entwickeln würden. In den Skandal verwickelt sind unter anderem US-Topkonzerne wie der IT-Gigant IBM sowie die weltweit führenden Chiphersteller Intel und AMD. Auch Aktien des Internet-Riesen Google sollen illegal gehandelt worden sein. Erste hochrangige Mitarbeiter einiger der Unternehmen mussten bereits gehen.

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