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Bonn (dpa) Die Deutsche Telekom ist dank heftiger Sparanstrengungen auf dem Weg zu ihren Jahreszielen. «Wir haben den positiven Trend des zweiten Quartals fortgesetzt und an Tempo gewonnen», sagte Telekom-Chef René Obermann am Donnerstag in Bonn. Trotz der Dollarschwäche in den vergangenen Monaten bleibe der Konzern bei seiner Prognose. Alle Segmente seien gegenüber dem Vorquartal profitabler geworden. Neue Sparziele will Obermann erst im Februar bei der Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2009 vorlegen. Im April hatte der Bonner Konzern den Markt mit einer Gewinnwarnung geschockt.
Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll nun um zwei bis vier Prozent unter dem Vorjahreswert von 19,5 Milliarden Euro liegen, ein Beitrag des übernommenen griechischen Telekom-Anbieters OTE von zwei Milliarden Euro ist dabei noch nicht eingerechnet.Im dritten Quartal steigerte die Telekom ihren Umsatz und Gewinn im dritten Quartal dank der Beteiligung an der Hellenic Telecoms (OTE). Die Umsätze kletterten genau wie der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,2 Prozent. Unterm Strich blieb dank der verstärkten Sparbemühungen im Konzern ein Gewinn von 959 Millionen Euro, das waren 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland sanken Umsatz und Gewinn insgesamt nicht so stark wie erwartet. Während die Umsätze im Festnetzgeschäft weiter zurückgingen, konnte die Telekom im Mobilfunk leicht zulegen. Wie angekündigt gewannen die Bonner aber deutlich weniger DSL-Kunden als im Vorquartal. Der Anteil am Neukundenwachstum lag bei 18 Prozent, im zweite Quartal waren es 59 Prozent. Obermann hatte bereits vorgewarnt, dass zwischen Juli und September eine Reihe von Zweijahresverträgen auslaufen und mehr Kunden zu anderen Anbietern wechseln würden. Auf das gesamte Jahr gesehen will Obermann aber nach wie vor mehr als 45 Prozent der neuen DSL-Kunden für sich gewinnen. Insgesamt verlor die Telekom 573 000 Festnetzanschlüsse. Problemfeld bleibt nach wie vor das Geschäft in den USA. Die Telekom verlor dort rund 77 000 Mobilfunkkunden. Die Konkurrenten AT&T und Verizon Wireless hatten im dritten Quartal dagegen zusammen fast drei Millionen neue Kunden geworben. Die Telekom steckt derzeit Milliarden in den Ausbau ihres Netzes in den USA. Außerdem hat T- Mobile USA erst vor kurzem die Preise für ihre Flatrate-Angebote gesenkt und einige neue Smartphones für das Weihnachtsgeschäft angekündigt. Die Strategie für Großbritannien steht unterdessen fest. Im September hatte die Telekom ein Joint-Venture mit France Télécom angekündigt. Die beiden Ex-Monopolisten bilden mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen einen neuen Marktführer auf dem britischen Markt. Die Verträge sollten bis Ende Oktober unterschrieben sein. Laut einem Bericht der «Wirtschaftswoche» steht der Abschluss kurz bevor. Der Abschwung auf dem hart umkämpften britischen Mart konnte den Angaben zufolge bereits etwas abgefangen werden, so gewann die Telekom in diesem Quartal wieder neue Kunden auf dem britischen Markt.
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