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dpa
Telekom steigert Umsatz - US-Geschäft kränkelt
Donnerstag 5. November 2009, 16:13 Uhr

Telekom steigert Umsatz - US-Geschäft kränkelt
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Bonn (dpa) - Die Deutsche Telekom ist im US-Mobilfunkgeschäft in Bedrängnis geraten während in Deutschland der Umsatz in den ersten drei Quartalen dieses Jahres sich erhöht hat.

Im dritten Quartal 2009 verzeichnete die einst blühende US-Tochterfirma und der Wachstumstreiber des Konzerns erstmals einen Kundenrückgang. Bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag in Bonn sprach Vorstandschef René Obermann von einer unbefriedigenden Entwicklung.

Den gesamten Konzern sieht er trotzdem auf Kurs: So erzielte die Telekom von Juli bis Ende September ein bereinigtes EBITDA von 5,5 Milliarden Euro.
Das war das beste Ergebnis, das der Bonner Riese jemals in einem Quartal erwirtschaftete.

Zufrieden zeigte sich der Vorstand dabei vor allem mit den Geschäften in Deutschland. Im Mobilfunk habe T-Mobile wieder auf Wachstum geschaltet und die Einbußen im Festnetz hätten sich verlangsamt. Trotzdem verlor das Unternehmen erneut zahlreiche klassische Telefonanschlüsse an die Konkurrenz. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres erhöhte sich der Umsatz um 6,2 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro, vor allem bedingt durch den Zukauf der griechischen OTE. Der bereinigte Konzernüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 3 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Euro.

Kurz vor dem Ende des Geschäftsjahres versprach Obermann den Aktionären die Ausschüttung einer attraktiven Dividende, ohne konkrete Angaben zu machen. Für 2008 hatte das Unternehmen den Anlegern eine Dividende von 0,78 Euro gezahlt. An der Börse wurden die Geschäftszahlen des größten europäischen Telekom-Konzerns positiv aufgenommen. Die T-Aktie lag zeitweise mehr als drei Prozent im Plus und war damit der Tagesgewinner unter den DAX-Titeln.

Mit «gleicher Schlagzahl» will die Telekom den eingeschlagenen Sparkurs in den kommenden Jahren fortsetzen. Seit 2005 seien rund 5,4 Milliarden Euro eingespart worden, sagte Finanzvorstand Timotheus Höttges. «Wir haben in allen Feldern noch Nachholbedarf». Ein weiteres konzernweites Sparprogramm will der Vorstand zur Vorlage der Bilanz Anfang 2010 präsentieren. Dabei werden unter anderem durch die Netzumstellung auf IP-Technik der Wegfall von vielen Arbeitsplätzen erwartet. Angaben hierzu machte Obermann nicht.

Mit einem weiteren Ausbaus der Netze in den USA, neuen Tarifen und Endgeräten sowie einer Optimierung des Vertriebs will der Telekom-Chef das schwächelnde Mobilfunkgeschäft wieder anschieben. Die US-Tochter war in den vergangenen Monaten und Jahren trotz milliardenschwerer Investitionen gegenüber den Wettbewerbern ins Hintertreffen geraten und der kleinste nationale Anbieter geblieben. Als Gründe wurden unter anderem die unzureichende Netzabdeckung genannt.

In Deutschland hat sich das Sorgenkind T-Mobile inzwischen gefangen und im dritten Quartal wieder ein leichtes Umsatzplus erzielt. Dabei geholfen hat unter anderem der Verkauf des beliebten Musikhandys iPhone, das die Telekom exklusiv in Deutschland vermarktet. Bis zum Ende des dritten Quartals gingen in den T-Shops 1,2 Millionen iPhones über die Ladentheke.

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