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Düsseldorf (ddp.djn). Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD)
will einem Medienbericht zufolge den Umsatzsteuerbetrug künftig an
jeder Ladenkasse bekämpfen. Der Einzelhandel soll per Gesetz dazu
verpflichtet werden, jede Kasse mit einem Chip auszustatten, der
Umsatz und Mehrwertsteuer dauerhaft registriert und vom Fiskus
kontrolliert werden kann, wie das «Handelsblatt» (Montagausgabe)
unter Berufung auf einen ihm vorliegenden Referentenentwurf von
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) berichtet.
Die Pflicht zur Aufrüstung der Kassen ist dem Blatt zufolge Teil
einer geplanten Änderung
des Sozialgesetzbuches, das die Bekämpfung
der Schwarzarbeit erleichtern soll. Am 30. Juli solle der Entwurf vom
Kabinett verabschiedet werden. Laut Gesetzesbegründung setze die
Regierung Vorgaben des Bundesrechnungshofs um. Dieser habe bereits
2004 eine automatische Kontrolle an jeder Ladenkasse verlangt - auch
um die ehrlichen Umsatzsteuerzahler vor Händlern zu schützen, die
ihre Kassen allzu leicht manipulieren könnten.
Der Handel kritisiert dem Blatt zufolge die Pläne. Die
Umrüstungskosten pro Kasse würden auf über 1000 Euro geschätzt.
«Bürokratieaufwand und Investitionsvolumen sprengen jeden Rahmen»,
klagte Birgit Müller, Steuerexpertin beim Einzelhandelsverband HDE in
der Zeitung. Nicht alle Kassen seien nachrüstbar. Dagegen würden bei
den modernen Systemen die Daten ohnehin schon gespeichert: Der neue
Chip sei bei diesen überflüssig.
(ddp)
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