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DGB will offensive Tarifpolitik fortsetzen
Mittwoch 6. August 2008, 04:56 Uhr

 

Osnabrück (ddp) Der Deutsche Gewerkschaftsbund weist die Forderung von Wirtschaftsverbänden nach einer größeren Lohnzurückhaltung wegen des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums zurück. DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht, die Gewerkschaften würden ihre offensive Tarifpolitik fortsetzen. Seit Mitte der neunziger Jahre «kämen die Bruttolöhne nicht mehr vom Fleck.

Die schwache Lohnentwicklung sei verantwortlich für eine chronische Schwäche des Binnenmarktes, unter der Deutschland
leide, sagte Matecki Während Einzelhandel, Handwerk und soziale Dienstleistungen am Boden lägen, wachse die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ausland. Die unfreiwillige Lohnzurückhaltung habe dagegen auf dem Binnenmarkt nach Schätzungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) Hunderttausende Arbeitsplätze gekostet. Angesichts dessen sei Bescheidenheit bei den Lohnforderungen fehl am Platze.

Zwar hätten die Gewerkschaften bei den Tariflöhnen in den vergangenen Jahren eine Trendwende einleiten können, sagte Matecki Die verhandelten Lohnsteigerungen kämen jedoch aufgrund rückläufiger Tarifbindung sowie «Mini-, Midi-, und Ein-Euro-Jobs nur noch bei zwei von drei Beschäftigten an. Selbst im jüngsten Aufschwung hätten die Arbeitnehmer unter dem Strich Reallohnverluste hinnehmen müssen.

(ddp)

 


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