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Osnabrück (ddp) Der Deutsche Gewerkschaftsbund weist die
Forderung von Wirtschaftsverbänden nach einer größeren
Lohnzurückhaltung wegen des sich abschwächenden Wirtschaftswachstums
zurück. DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki sagte der «Neuen
Osnabrücker Zeitung (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht, die
Gewerkschaften würden ihre offensive Tarifpolitik fortsetzen. Seit
Mitte der neunziger Jahre «kämen die Bruttolöhne nicht mehr vom
Fleck.
Die schwache Lohnentwicklung sei verantwortlich für eine
chronische Schwäche des Binnenmarktes, unter der Deutschland
leide,
sagte Matecki Während Einzelhandel, Handwerk und soziale
Dienstleistungen am Boden lägen, wachse die wirtschaftliche
Abhängigkeit vom Ausland. Die unfreiwillige Lohnzurückhaltung habe
dagegen auf dem Binnenmarkt nach Schätzungen des Instituts für
Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) Hunderttausende
Arbeitsplätze gekostet. Angesichts dessen sei Bescheidenheit bei den
Lohnforderungen fehl am Platze.
Zwar hätten die Gewerkschaften bei den Tariflöhnen in den
vergangenen Jahren eine Trendwende einleiten können, sagte Matecki
Die verhandelten Lohnsteigerungen kämen jedoch aufgrund rückläufiger
Tarifbindung sowie «Mini-, Midi-, und Ein-Euro-Jobs nur noch bei
zwei von drei Beschäftigten an. Selbst im jüngsten Aufschwung hätten
die Arbeitnehmer unter dem Strich Reallohnverluste hinnehmen müssen.
(ddp)
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